Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Mit dem Bus aus Laatzen Weitere 100 Flüchtlinge in Delmenhorst angekommen

Von Thomas Breuer | 23.10.2015, 16:04 Uhr

Rund 100 Flüchtlinge sind am Freitagvormittag gegen 9.45 Uhr mit zwei Doppeldeckerbussen aus Laatzen (Region Hannover) in der Stadt Delmenhorst angekommen. Zuvor waren sie mit dem Zug, vermutlich aus Bayern, nach Laatzen unterwegs gewesen.

Knapp 50 Einsatzkräfte, darunter etwa 25 Ehrenamtliche, versorgten die Menschen nach Angaben aus dem Rathaus mit Getränken und kleinen Snacks. Die Flüchtlinge stammen größtenteils aus Afghanistan und Syrien sowie vereinzelt aus Algerien, Marokko, Iran und Irak. Oberbürgermeister Axel Jahnz war in Deichhorst, um sie zu begrüßen.

Die Daten der Schutzsuchenden wurden von städtischen Mitarbeitern, unter anderem der Ausländerbehörde, aufgenommen. Anschließend wurden alle in den Sporthallen am Stubbenweg und an der Holbeinstraße untergebracht. Insgesamt stehen dort rund 150 Betten zur Verfügung.

150 Betten in zwei Unterkünften belegt

Von den bereits am vergangenen Samstag eingetroffenen 78 Personen, die am Stubbenweg einquartiert worden waren, haben demnach etwa 30 die Stadt schon wieder verlassen. Laut Stadtsprecher Timo Frers geschieht dies in der Regel nicht unbemerkt, die Menschen würden sich verabschieden oder abmelden.

Wertvolle Hilfe der Integrationslotsen

Das große Team der Integrationslotsen leiste vor Ort wertvolle Arbeit, die Dolmetscher-Dienste seien dabei besonders hilfreich, so Frers. Das Deutsche Rote Kreuz kümmert sich um die weitere Verpflegung der Angekommenen. Der Fachdienst Gesundheit ermöglichte mit ehrenamtlich engagierten Ärzten eine Erstuntersuchung. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat im Schulzentrum West eine Kleiderausgabe eingerichtet. Auch Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Sozialarbeiter waren im Einsatz.

Nächstes Kontingent am Sonntag

Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, werden in Delmenhorst weitere 100 Flüchtlinge erwartet. Wann genau sie ankommen, ist auch der Verwaltung noch nicht bekannt. Für diese Menschen wurde in den vergangenen Tagen die Sporthalle an der Lessingstraße hergerichtet.

Medienvertreter waren bei der Ankunft der Flüchtlinge seitens der Verwaltungsspitze nicht erwünscht. Oberbürgermeister Jahnz hatte bereits in einem offenen Brief davon gesprochen , dass er am vergangenen Samstag im ersten großen Flüchtlingskontingent viele Männer, Frauen und Kinder wahrgenommen habe, die „erschöpft und verängstigt“ aus dem Bus gestiegen seien.