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Mit Gottes Segen Diakonie Himmelsthür weiht neue Häuser in Delmenhorst ein

Von Marco Julius | 07.10.2017, 12:40 Uhr

24 Menschen mit Unterstützungsbedarf finden in Bungerhof ein neues Zuhause. Die Diakonie Himmelsthür arbeitet bereits an weiteren Einrichtungen in Delmenhorst und im Umland.

„Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus.“ – Mit diesem Motto hat Ines Trzaska, Vorstand und kaufmännische Direktorin der Diakonie Himmelsthür, gestern in der Feierstunde zur Einweihung der zwei neuen Häuser an der Friedensstraße 4 in Bunger-hof den Weg vorgezeichnet. In den neuen Gebäuden finden jetzt 24 Menschen mit Unterstützungsbedarf ein neues Zuhause. Die Gebäude sind barrierefrei und nach den neuesten energetischen Standards errichtet worden.

2,1 Millionen Euro kostet der Neubau auf dem früheren Grundstück der anliegenden Kirchengemeinde, 250000 Euro Fördergeld stammt vom Diakonischen Werk Niedersachsen, weitere 200000 Euro kommen von der Aktion Mensch. „Die Diakonie Himmelsthür unterstreicht mit dieser Einweihung ihr Ziel, die Inklusion für Menschen mit Handicaps, also echte Teilhabe, zu verwirklichen“, sagte Trzaska und betonte: „Für uns bedeutet das, dass Menschen mit Handicaps und auch hohem Assistenzbedarf selbstbestimmt so wohnen und leben können wie alle Menschen. Mit allen Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen, die das Leben bietet. Ein Leben in Gemeinschaft. So wie hier, mitten in Delmenhorst.“

Bürgermeister Thölstedt überbringt Grüße

Bürgermeister Hermann Thölstedt brachte im Anschluss an die Andacht von Pastor Michael Stulken (Kirchengemeinde Hasbergen-Bungerhof) Grüße der Stadt und lobte die Einrichtung in „zentraler Lage“, die ein „schönes, neues Zuhause“ für die Bewohner sei.

Im kommenden Jahr wird die Diakonie Himmelsthür an der Amundsenstraße ein weiteres Wohnhaus mit 14 Wohnangeboten für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf eröffnen. „In den Jahren danach folgen neue Angebote in Harpstedt, Kirchweyhe und Goldenstedt“, berichtete Trzaska.

Tanja Gürbüz, die Wohnbereichsleiterin, zeigte sich froh, „ein tolles Team“ zusammenbekommen zu haben. Besonders die gute Nachbarschaft mit der Kirchengemeinde werde Früchte tragen, war sich auch Jan-Bernhard Aikens, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde, sicher. „Die Kirchengemeinde Hasbergen-Bungerhof hat uns von Anfang an unterstützt. Mit dem Verkauf des Grundstückes an die Diakonie Himmelsthür wurde dieses Projekt erst möglich“, machte im Gegenzug Trzaska deutlich.

Geist und Liebe schmücken ein Haus aus

Marion Ellerbrok, Vorsitzende der Bewohnervertretung, begrüßte zudem, alle Neuen, die künftig unter dem Dach der Diakonie wohnen werden. Mit Leben erfüllen sich die beiden Gebäude, in denen Handwerker derzeit noch letzte Arbeiten vornehmen und für die 18.500 Steine vermauert wurden, dann in den kommenden Tagen und Wochen. Im Zelt, das eigens für die Andacht und die feierliche Einweihung errichtet worden war, ging es gestern bereits lebendig zu. Das Duo Milou mit Karin Christoph (Viloine) und Gisela Fischer (Akkordeon) untermalte die Feierstunde. Auch Pastor Sulken, der der neuen Einrichtung die besten Wünsche mit auf den Weg gab, griff zur Gitarre. Am Ende ist es so, wie Ines Trzaska sagte: Geist und Liebe schmücken ein Haus aus.