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Mit Jugendlichen auf Augenhöhe Bischof spricht in Delmenhorst mit 130 Jugendlichen

Von Jasmin Johannsen | 06.12.2016, 13:37 Uhr

Einmal direkt mit Bischof Felix Genn über den Glauben sprechen, das wollten sich am Sonntag rund 130 Jugendliche nicht entgehen lassen. Thema der ersten Jugendkatechese in Delmenhorst war das christliche Gebet.

„Ohne zu atmen kann der Mensch nicht überleben und ich könnte genauso ohne das Gebet nicht leben“, stellt der Münsteraner Bischof Felix Genn zu Beginn der ersten Jugendkatechese in Delmenhorst die Wichtigkeit des Betens heraus. Ihm sei es ein Anliegen mit den jungen Gläubigen in einen Dialog über Glaubensthemen zu treten. Seinem Ruf folgten rund 130 Firmlinge und Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren aus Delmenhorst aber auch aus den Gemeinden des Umkreises, die sich am vergangenen Sonntag in der Allerheilgenkirche mit dem Thema Gebet befassen wollten.

Bischof betet auch im Bus oder beim Stadtbummel

„Das Beten ist der Ausdruck meiner Beziehung zu Gott“, erklärte der Bischof den Jugendlichen und erzählte wann und wo er selbst beten würde. Und das sei eben nicht immer in der Kirche oder zu festen Zeiten der Fall, er würde auch im Bus oder beim Gang durch die Innenstadt beten, so der Bischof. Wichtig sei, dass die Jugendlichen in den Kontakt mit Gott treten würden, die Zeit und der Ort seien dabei nicht ausschlaggebend.

Jugendliche gestalten Feier mit Rapmusik

Nach der liturgischen Eröffnung fanden auch Videoclips zum Thema Gebet, Gespräche zwischen den Jugendlichen und eine Fragerunde an den Bischof Platz in der Katechese. „Der Ablauf wurde von den Jugendlichen mitentwickelt, sie haben die Musik ausgewählt“, erklärt Pastoralreferentin Sabine Ciomber-Günther. So wundert es auch nicht, dass die Jugendlichen einen Song des Rappers „Sido“ mit in das Programm aufnahmen, ein Musiker, der wohl nicht so häufig in Kirchen gespielt wird.

Film, Spielerunde und besondere Kirchenführung komplettieren Programm

Zur Vorbereitung auf die Katechese hatte der Nachmittag für die Jugendlichen mit drei Angeboten begonnen. Sie konnten zwischen einem Film mit dem Thema Advent, einer gruppendynamischen Spielerunde und einer mystagogischen Kirchenführung, bei der die einzelnen Bestandteile des Kirchenraumes erklärt wurden, wählen. „Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen aktiv an dem Programm mitwirken können“, erzählt Greta Hahn, Pastoralassistentin in Delmenhorst. So konnten die Jugendlichen auch während der Katechese ihre Gedanken zum Gebet ausdrücken, indem sie auf ausgelegten Plakaten mit Aussagen wie „Ich bete im Gottesdienst“ oder „Ich bete vor Klassenarbeiten“ einen Fingerabdruck hinterließen. Auch auf dieses Meinungsbild ging der Bischof ein und zeigte seine Sichtweise, regte die Jugendlichen aber auch immer wieder dazu an, selbst über das Beten zu reflektieren und sich so näher mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen.