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Miteinander in Delmenhorst Nachbarschaftscafé im Wollepark öffnet seine Türen

Von Elena Dohrmann, Elena Dohrmann | 18.10.2017, 08:28 Uhr

Seit der Schließung des Wollepark-Kiosks im Zuge der Abrissarbeiten fehlte den Bewohnern ein Treffpunkt zum Austausch von Neuigkeiten. Dies hat sich nun geändert.

Aufgeregte Stimmung im Saal des Nachbarschaftszentrums Wollepark: Zwischen limonengrünen Stühlen und Lampen werden letzte Vorbereitungen für die große Eröffnung getroffen. Seinem Namen alle Ehre machend, wird pünktlich um 15 Uhr ein buntes Publikum im „Café Regenbogen“ begrüßt. Marie Janocha, Studentin und gleichzeitig Leiterin des Projektes freut sich über das zahlreiche Erscheinen. Als einen „Treffpunkt für den Austausch und das soziale Miteinander“ beschreibt die junge Frau ihr Herzensprojekt. Seit August arbeitet sie mit der Unterstützung von etwa zehn Bewohnerinnen an dem Vorhaben. Das von einer Richtlinie zur Selbsthilfe vom Land geförderte Projekt solle wieder einen Ort des Miteinanders für die Wollepark- Bewohner darstellen, erklärt Quartiersmanagerin Erika Bernau. Diese Absicht scheint sich schon am ersten Tag zu erfüllen: während hinter dem Tresen schon gemeinsam am Waffeleisen gebacken wird, reparieren in einem anderen Teil des Raumes zwei Frauen ein Kinderspielzeug. Viele Gäste scheinen sich zu kennen, die Atmosphäre ist locker. Das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Nachbarschaft wird auch von Bewohnerin Maciae Aygün bestätigt: „Wir halten zusammen, egal was kommt.“

„Viele könnten sich mehr engagieren“

Trotzdem hält eine Bewohnerin ihre Nachbarn zu mehr Mitarbeit an: „Anstatt vor dem Fernseher zu sitzen, könnten die Leute hier auch etwas sinnvolles tun.“ Tatsächlich ist die Zukunft des Cafés vom Engagement freiwilliger Helfer abhängig. Zu Anfang wird es jeden Dienstag von 15 bis 17.30 Uhr geöffnet sein, diese Zeiten könnten sich jedoch mithilfe der Unterstützung freiwilliger Helfer verlängern. Dass dieser Einsatz wichtig ist, betont Erika Bernau: „In näherer Umgebung gibt es hier nicht viel. Daher wird ein Ort benötigt, an dem Probleme und Neuigkeiten ausgetauscht werden können.“ Die Räumlichkeit, die schon vorher als Ort für den Bewohnertreff genutzt wurde, steht aber auch für Gäste von außerhalb offen, betont Bernau.