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Müllberge am Straßenrand Der ewige Kampf gegen den Sperrmüll in Düsternort

Von Britta Buntemeyer | 11.06.2015, 15:31 Uhr

„Das Thema Müll ist Dauerbrenner“ – Wencke Lüttich vom Nachbarschaftsbüro Düsternort gibt dennoch nicht auf. Immer wieder stapeln sich auf dem Grünstreifen entlang der Düsternortstraße Berge von Sperrmüll.

Warum das so ist, das kann auch Lüttich nicht sagen. Aber der Müll sei schon lange Thema in Düsternort. „Wir beteiligen uns immer am Aufräumtag“, sagt sie. Mit der Lebenshilfe, mit Flüchtlingen, mit der Nachbarschaft geht es durch Düsternort, wenn es einmal im Jahr heißt „Delmenhorst... putzt sich heraus“.

Piktogramme für Mülltrennung

Auch beim Bewohnertreff wurde das leidige Problem mit dem Abfall besprochen. „Bei unseren Mülltonnen vom Nachbarschaftsbüro finden sich nun Piktogramme. Sie zeigen an, welcher Müll in welche Tonne gehört“, erklärt Lüttich. Bei Veranstaltungen seien immer Müllsäcke mit dabei. „Wir versuchen, über eine Vorbildfunktion etwas bei den Menschen zu erreichen.“ Gegen einen Coupon können sich die Bürger zudem Gelbe Säcke beim Nachbarschaftsbüro an der Breslauer Straße 75 abholen. Nichtsdestotrotz, betont Lüttich, gibt es auch positive Beispiele. Bürger, die etwa abgelegte Müllsäcke in Container werfen, wenn andere Anwohner ihren Schlüssel zum Verschlag vergessen haben. Oder diejenigen, die etwa Kindern helfen, die nicht an die Container herankommen.

Sind Mülltouristen unterwegs?

Auch bei der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) ist der Sperrmüll ein bekanntes Problem. GSG-Mieter an der Düsternortstraße wenden sich an die Siedlungsgesellschaft, wenn sie Sperrmüll abholen lassen möchten. Die GSG macht dann Termine mit der ADG Abfallwirtschaft aus. Laut GSG-Geschäftsführer Stefan Ludwig ist immer wieder von „Mülltouristen“ zu hören, die ihren Abfall einfach auf die Sperrmüllhaufen der GSG-Mieter schmeißen. „Wir wissen aber nichts Konkretes“, sagt er. Zudem lasse die GSG regelmäßig Müll von Privatunternehmen abholen.

„Es ist unbefriedigend“

Einige Menschen würden ihren Restmüll in den Sperrhaufen entsorgen, der separat abgeholt werden muss. „Es ist unbefriedigend“, kritisiert Ludwig. Er appelliert an das Nachbarschaftsbüro, weiterhin an die Bürger heranzutreten – und an die Düsternorter, die Augen offen zu halten. „Es muss ja jemand etwas beobachten“, so der GSG-Chef.