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Nach 39 Jahren Gut Dauelsberg Altenpfleger „Papa Janz“ geht in den Ruhestand

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 26.11.2016, 11:15 Uhr

Was im Oktober 1977 begann, nahm am Freitag mit einem großen Fest sein Ende: Pflegedienstleiter Helmut Janz geht nach 39 Jahren Dienst in der Altenpflege auf Gut Dauelsberg in den Ruhestand.

Bis zum letzten Platz gefüllt war der Speisesaal in der Pflegeeinrichtung an der Syker Straße am Nachmittag. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter, Freunde und Bekannte waren gekommen, um Helmut Janz zu verabschieden. Viele nahmen sich Zeit, um ihm persönlich für sein jahrelanges Engagement zu danken.

„Das Pflegeheim ist mein Lebenswerk“, sagt der 64-Jährige rückblickend. Als der gelernte Tischler am 1. Oktober 1977 im Gut Dauelsberg anfing, sei die Pflegeabteilung noch sehr klein gewesen. Er wollte hier sein staatliches Anerkennungsjahr unter praktischer Anleitung zum Altenpfleger absolvieren. Da er aber der einzige Altenpfleger war, musste er sich selbst anleiten.

„Ich wusste, dass es schwer wird, zu gehen“

1987 wurde dann ein neues Pflegeheim am Standort gebaut. „Mir war wichtig, dass wir den familiären Charakter wahren“, sagt „Papa Janz“, wie ihn manche Bewohner nennen würden. Die Nähe zum Menschen sollte in der Professionalität der Pflege nicht verloren gehen. „Die Bewohner werden deine väterliche Art vermissen“, schreibt Einrichtungsleiter Helmut Blauth in einer eigens für den Abschied von Helmut Janz produzierten Zeitung.

So sehr er seine Arbeit liebte, nach zwei schweren Schlaganfällen vor drei Monaten, war der Schritt in den Ruhestand unvermeidlich. „Ich wusste, dass es schwer wird, zu gehen“, sagt der Altenpfleger. Seine Aufgaben wird künftig Mara Hakenson übernehmen. Für seine freie Zeit als Rentner hat „Papa Janz“ nun spezielle Pläne. „Ich möchte Geflügel züchten und mich einfach ausruhen.“