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Nach Delmenhorster Gas-Streit Sassen bestreitet Auflösung des Gaspreisforums

Von Sonia Voigt | 11.12.2016, 15:12 Uhr

Sprecherin Eva Sassen hält auch nach der Einigung zwischen Stadtwerken und Gaspreiswiderständlern am Gaspreisforum fest. Damit widerspricht sie Akteuren des Gas-Clubs.

„Das Gaspreisforum lebt!“: Mit dieser Bekräftigung widerspricht Eva Sassen, seit der Gründung 2004 Sprecherin des Delmenhorster Gaspreisforums, ihren Mitstreitern vom in November gegründeten Gas-Club. Dessen Vorsitzender Heinz Botzem hatte am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Stadtwerkegruppe Delmenhorst (SWD) verkündet, dass der zwölf Jahre währende Streit um Gaspreiserhöhungen mit einem Vergleich beendet wird. In der Folge würden sich der Gas-Club und das ältere Gaspreisforum auflösen. Darüber zeigte sich Sassen verwundert, dankte aber zugleich den Gas-Club-Akteuren für ihren Einsatz.

Forum berät laut Sassen über Folgen des Vergleichs

Eva Sassen, die zugleich die Ratsfraktion Bürgerforum/ Freie Wähler leitet, kündigte an, dass das Gaspreisforum auch nach dem außergerichtlichen Vergleich wichtig bleibt. „Wir werden beraten, was es bedeutet, diesen Vergleich anzunehmen“, kündigte Sassen für die nächste Forumssitzung am Donnerstag, 15. Dezember (ab 19.30 Uhr in der Gaststätte Trattoria), an. Alle Gaspreiswiderständler sollten dazu ihre Berechnungen mitbringen, welche Summe sie den Stadtwerken vorenthalten haben. Das vergangene Forum habe gut 100 Teilnehmer gehabt, betont Sassen.

Gas-Club-Akteure sehen Anliegen als erledigt an

Der Vorsitzende des Gas-Clubs Heinz Botzem bleibt hingegen bei seiner Prognose, dass die Tage des Gaspreis-Widerstands in Delmenhorst gezählt sind. „Der Gas-Club wird sich zeitnah auflösen“, sagt Botzem. Und mit dem erreichten Vergleich mit den Stadtwerken habe sich auch das Hauptanliegen des Gaspreisforums erledigt.