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Nach Lettow-Vorbeck-Streit Alle Delmenhorster Straßennamen sollen geprüft werden

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 09.09.2016, 18:34 Uhr

Nach dem Streit um die mögliche Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße könnten nun alle Delmenhorster Straßennamen überprüft werden. Dies hatten Marianne Huismann (Grüne) und Volker Wohnig (Pro Delmos) beantragt. Im Ausschuss für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur am Mittwoch, 14. September, wird darüber abgestimmt.

Entgegen dem Antrag der beiden Politiker, die eine wissenschaftliche Vorgehensweise gefordert hatte, schlägt die Verwaltung ein vereinfachtes Verfahren vor: „Die vorgeschlagene Überprüfung wäre sehr aufwendig, wenn Sie gründlich und gewissenhaft durchgeführt wird“, heißt es in der Darstellung der Verwaltung. Sie möchte auf Untersuchungen und Bewertungen anderer Städte zurückgreifen. (Weiterlesen: Lettow-Vorbeck-Straße soll ihren Namen doch behalten)

Anwohner immer erste Ansprechpartner

Vor möglichen Umbenennungen sollen nach Vorstellung der Antragsteller immer die Anwohner der Straße befragt werden. Sollte es keine Zustimmung geben, ist laut Huismann und Wohnig auch eine Beschilderung denkbar, damit sich die Bürger kritisch mit dem Lebenswerk von Personen, Ereignissen oder Bezeichnungen auseinandersetzen können.