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Nach Tiefschlag zur neuen B 212 Delmenhorster OB Jahnz gibt Straßenprojekt nicht auf

Von Michael Korn | 18.03.2016, 18:33 Uhr

Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz will sich mit einem möglichen Aus des Neubaus der B 212 im Bereich des Stadtnordens nicht abfinden. Er kündigte Gespräche unter anderem mit der Landesregierung und Bundespolitikern an.

Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz lässt beim möglicherweise geplatzten Neubau der Bundesstraße 212 nicht locker. Er will nach der Rückstufung des Straßenprojekts im Bundesverkehrswegeplan in Gesprächen mit Landesregierung, Bundespolitikern und Fachbehörden ausloten, welche Chancen das Bauvorhaben noch hat. Jahnz gegenüber dem dk: „Ich gebe das Projekt noch nicht auf.“

Abgerutscht im Bundesverkehrswegeplan

Die „B212neu“ war im neuen Bundesplan bis 2030 nicht mehr als „vordringlich“ eingestuft worden. Sie sollte die Weserhäfen Brake und Nordenham mit der Autobahn A 281 am Bremer Güterverkehrszentrum verbinden. Die Straße sollte im Bereich des Delmenhorster Stadtnordens ohne Auf- und Abfahrt gebaut werden, um keinen Fahrzeugsog durch das Stadtgebiet auszulösen. Jahnz sagte, er wolle Kontakt zu Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der hiesigen Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und der Landesbehörde für Straßenbau aufnehmen, um zu erfahren wie es jetzt weitergeht.

Jahnz will Nachbarn einbinden

Von Mittag wünscht sich Jahnz zudem Angaben, welche Botschaft von den Planungen der B212 neu in Berlin angekommen ist, da sich die Politikerin mehr Unterstützung in der Sache vom zuständigen Staatssekretär gewünscht habe. Auch die örtliche Politik will der OB einbinden – neben den Nachbargemeinden Ganderkesee und Lemwerder auch den Delmenhorster Stadtrat.