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Nachbarschaftsbüro neu eröffnet Mittelpunkt für Delmenhorster Stadtteil Düsternort

Von Kai Hasse | 09.09.2017, 11:49 Uhr

Seit April steht das neue Nachbarschaftsbüro in Düsternort. Nun ist es offiziell eröffnet worden. Das Angebot zieht sich durch alle Alltagsbereiche.

Das Nachbarschaftsbüro in Düsternort hat ein neues Heim gefunden. Es wurde jetzt offiziell eröffnet. Das Haus hat eine lange Odyssee hinter sich. Und viele Aufgaben vor sich.

Was man in Düsternort auch tut: „Irgendwann stolpert man immer über das Nachbarschaftsbüro“. Das sagt eine Besucherin bei dem Eröffnungsfest des Nachbarschaftsbüros in der Elbinger Straße 8. Hier haben sich Nutznießer, ehrenamtliche Helfer, langjährige Weggefährten und Organisatoren getroffen, die sich vor dem Regen unter einem Vordach drängen. Und was gibt die ehrenamtliche Arbeit zurück? „Ein Dankeschön reicht mir“, sagt ein Ehrenamtler aus der Nachbarschaft.

Einzug im April 2017

Davon gab es reichlich. Wencke Lüttich und Bea Brüsehoff, die beiden Sozialpädagoginnen vor Ort, hatten alle eingeladen, die zur Schaffung der neuen Räumlichkeiten beigetragen hatten. Stadtbaurätin Bianca Urban dankte nicht nur Ehrenamtlern, sondern im Namen der Stadt auch Förderern, Unterstützern und Hauptamtlern. Das Nachbarschaftsbüro könne auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Seit 1999 besteht es, damals zunächst in der Düsternortstraße. 2014 gab es dort einen Dachstuhlbrand. Neue Räume in der Breslauer Straße erwiesen sich schnell als zu klein. Seit April 2017 ist das Nachbarschaftsbüro nun in der Elbinger Straße. Finanziert wird es von der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Delmenhorst (GSG) und der Stadt.

„...einfach zum Nachbarschaftsbüro“

Pastorin Anne Frerichs und Pastoralreferent Thomas Fohrmann spielten einen kleinen Theaterauftritt: Zwei Leute, die versuchen, die Anliegen von unterschiedlichen Menschen an entsprechende Gruppen zu verteilen: Ein Gitarrenkurs, Sprachtreff, Bastelkreis, Radfahrhilfe, Migrationsberatung, Nordic-Walking-Gruppe. Der Konsens nach jedem Punkt: „...oder er geht einfach zum Nachbarschaftsbüro.“ Die Wiederholung wurde zu einer Art „punchline“ wie in einem Sketch. Die Pädagoginnen Lüttich und Brüsehoff wiesen außerdem auf die neue „Bücher-Box“ vor dem Haus hin, in der alle Bücher tauschen können. Wenn Franz-Josef Franke, Vorstand des Diakonischen Werkes, Ortsunkundigen vom Nachbarschaftsbüro in Düsternort erzählt, würden die oft bemerken, dass allein der Name „Düsternort“ finster klinge. Das erzählte er bei der Eröffnungsfeier„Aber jeder, der hier einzieht, ist ein Licht“, so Franke, „und wenn wir diese einzelnen Lichter hier bündeln können, dann entsteht ganz viel Gutes.“