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Nachfolger von Norbert Zitterich Delmenhorst hat zwei neue „Polizisten zum Anfassen“

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 02.12.2016, 17:12 Uhr

Ute Dreyer und Torsten Blume stehen als neue Kontaktbeamte den Delmenhorster Bürgern als Ratgeber zur Seite. Sie treten in die Fußstapfen von Norbert Zitterich, der langjährigen „Institution“ auf dem Posten.

Seit Oktober treffen die Delmenhorster Blume und Dreyer regelmäßig in der Innenstadt an. „Wir versuchen, die Präsenz so hoch wie möglich zu halten, und dass wir oft auf der Straße zu sehen sind“, sagte Ute Dreyer. Präsenz zeigen, um Taten zu verhindern, aber auch um als Anlaufstelle in der Stadtmitte Bürger in Fragen der Kriminalprävention zu beraten.

Darüber hinaus halten die beiden Kontaktbeamten Vorträge an Schulen und Kindergärten über korrektes Verhalten im Verkehr und arbeiten eng mit Drogenberatungsstellen, Jugendzentren und Nachbarschaftsbüros zusammen. „Es ist angestrebt, dass wir wieder mehr in die Stadtteile gehen können“, sagte Blume, um auch dort die „Kernaufgabe Prävention“ erfüllen zu können.

Nachfolger der „Institution“ Zitterich

Kommunikationsfreudig und berufserfahren, sollte ein Kontaktbeamter sein, meinen die beiden neuen „Schutzmänner zum Anfassen“. Ute Dreyer ist seit 35 Jahren im Dienst, Torsten Blume weist 34 Jahre Polizeidiensterfahrung auf. Beide strebten den Posten an, um „vielfältiger zu arbeiten“ und die „Bandbreite zu erhöhen“. Blume ist bereits seit 2010 im Präventionsdienst der Polizei im Einsatz.

„Ein Kontaktbeamter darf keine Berührungsängste haben“, sagt Ute Dreyer. So kennen es die Delmenhorster auch von Blume und Dreyers Vorgänger Norbert Zitterich, dessen Pensionierung ansteht. „Er ist das Gesicht des Kontaktbeamten der letzten Jahrzehnte gewesen“, würdigte Blume Zitterichs Arbeit in der Stadt. Dem Dienststellenleiter der Delmenhorster Polizei Jörn Stilke sei es wichtig gewesen, dass mindestens zwei Beamte die Nachfolge antreten. Möglicherweise wird das Team um Blume und Dreyer noch um einen weiteren Kollegen ergänzt.

 Einsatzbereich Fußgängerzone: Blume und Dreyer stehen den Delmenhorstern mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Giewald

Vor einigen Jahren seien noch vier Kontaktbeamte in Delmenhorst im Einsatz gewesen, zuletzt hatte Zitterich den Dienst alleine ausgeübt. Eine „Pensionierungswelle“ würde derzeit große Lücken in die Personaldecke der Polizei reißen, die so schnell nicht aufgefüllt werden können. „Wir können froh sein, dass wir schon zwei hier haben“, sagt Blume.

Vielfältiges Polizeiwissen

Parkvergehen, Nachbarschaftsstreits, Fehlverhalten im Verkehr: Die Delmenhorster Bürger wenden sich mit einem vielfältigen Spektrum an Fragen, die unterschiedliche Fachbereiche der Polizei betreffen, an die Kontaktbeamten. „Das gehört dazu, dass man entsprechend breit aufgestellt ist“, sagte Torsten Blume.

 (Weiterlesen: Ein Delmenhorster Polizist zum Anfassen – Vorgänger Norbert Zitterich im Porträt)