Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Namaste India Delmenhorster Traditionsgaststätte wird zum indischen Restaurant

Von Mareike Bader | 28.07.2017, 12:19 Uhr

Im April hat Shamsher Aulakh das Hotel zum Burggrafen übernommen. Mit der Ausrichtung zur indischen Küche will er einen Neustart wagen.

Ein Freund hatte Shamsher Aulakh den Tipp des neuzuverpachtenden Hotel zum Burggrafen gegeben. Doch das Konzept bei der gutbürgerlichen deutschen Küche zu bleiben, lockte einfach keine neuen Kunden an. Also suchte sich der gelernter Koch Aulakh, den alle Sami nennen, eine neue Ausrichtung. Seit zwei Wochen wird nun im Namaste India indisches Essen serviert.

Mit seinem Bruder führt er in Bremen bereits das Restaurant Shalimar und ist auch mit den Inhabern der anderen indischen Restaurants befreundet. In Delmenhorst ist indisches Essen unterrepräsentiert – darauf setzt Sami mit dem Namaste India. In den kommenden Wochen soll auch der Gastraum entsprechend zur indischen Ausrichtung umdekoriert werden, sagt Sami.

Essen aus allen Regionen Indiens

Es gebe so viele leckere Gerichte in Indien, sagt Sami. Die Auswahl für die neue Karte zu treffen, fiel ihm daher schwer. „Das ist die kleinstmögliche Karte“, sagt er über die knapp 140 Gerichte, Vorspeisen und das frisch gebackene Nan-Brot mitgerechnet.

So gibt es aus Nordindien, wo auch Sami herkommt, die dort typischen Tikka-Gerichte oder Dal, eine indische Linsensuppe. Currys und Madras stammen dagegen aus der südindischen Küche. Für die Gerichte ist ein Koch aus Nordindien zuständig. In der neueingerichteten Küche steht auch ein indischer Tandoor-Lehmofen.

Eigenes Curry

„Bei uns wird alles frisch gemacht“, bekräftigt der 39-Jährige aus Punjab. Neben dem Curry, das aus vielen Gewürzen selbst hergestellt wird, kommen verschiedene Masala-Gewürze, die er über einen Großhändler bezieht. Wer nicht so gerne scharf isst, dem empfiehlt Sami die eher süßlichen Gerichte Murg Korma, Hähnchenbrust mit geriebenen Mandeln und Kokoscreme, oder Murg Mango, also Hähnchenbrust mit Mangos.

Dabei brauche kein Gast Angst vor zu scharfem Essen zu haben, bekräftigt Sami. „Die Deutschen sind nicht so scharf gewohnt, wie es in Indien gekocht wird“, weiß er. Daher werde beim Würzen aufgepasst. Wer sich traut, dürfe aber gerne schärfer bestellen.

Der Saal, in dem mit etwa 40 Personen gefeiert werden kann, wird weiterhin vermietet. Dann kann auch deutsches Essen bestellt werden. Denn neben vier Bedienungen aus dem ehemaligen Hotel zum Burggrafen, gehört auch ein deutscher Koch zu Samis Personal. Das Hotel wird dagegen nicht weitergeführt. Das Restaurant ist montags bis samstags von 17 bis 22.30 Uhr geöffnet, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 22.30 Uhr.