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Neubau an der Bismarckstraße Wohn- und Geschäftshaus entsteht direkt an der Graft

05.01.2015, 19:47 Uhr

In bester Lage an der Bismarckstraße realisiert Friseurmeister Shain Gezgin ein umfangreiches Bauvorhaben. Schon im August soll der Bau nach aktueller Planung fertig sein.

An prominenter Stelle an der Bismarckstraße entsteht in den kommenden Monaten ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Seit einigen Wochen laufen auf dem Grundstück neben dem Gefängnis bereits die Vorarbeiten für den Neubau. Wenn alles nach Plan läuft, ist das Haus laut Bauherr Shain Gezgin schon im August fertig.

„Das Haus hat sechs Wohnungen und ein Geschäft mit 150 Quadratmetern Fläche“, berichtet der Friseurmeister, Inhaber der direkt gegenüber der Baustelle gelegenen Profile Hair Company. Bereits seit sieben Jahren plant er den Neubau, im vergangenen Jahr hat er das Grundstück von der Stadt erworben.

„Es soll ein Haus werden, das in die Bismarckstraße passt“, sagt Gezgin. Mit dunklem Klinker, länglichen Fenstern und Verzierungen an der Fassade soll es sich in das Bild der Straße einfügen. Gleichzeitig wird das dreistöckige Gebäude energieeffizient und seniorengerecht gebaut. „Das Haus hat einen Fahrstuhl, alle Wohnungen sind barrierefrei“, erklärt Gezgin. Dazu entstehen noch neun Parkplätze für das Geschäft.

Die Wohnungen sind zwischen 50 und 100 Quadratmeter große und verfügen jeweils über einen Balkon und ein Carport. „Das ist wunderschön für Leute, die etwas älter sind“, sagt Gezgin. Gastronomie, Ärzte und Innenstadt sind in der Nähe. „Und es hat einen supergroßen Garten: Die Graft“, schwärmt der Bauherr.

Ursprünglich war das Grundstück Teil der Planungen zum Graftbogen . Dort und auf dem angrenzenden Parkplatz des Amtsgerichts sollten zwei Wohnhäuser mit 29 Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen entstehen. Die im Jahr 2009 vorgestellten städtebaulichen Graftbogen-Planungen sahen mehrere Neubauten im Bereich der Graftwiesen, des Wasserwerkes in der Graft, der Hotelwiese und eben auf dem nun vom Gezgin erworbenen Grundstück vor. Politisch wurden die Pläne in den vergangenen Jahren aber nicht weiter vorangetrieben.

Zwei Wohnungen sind bereits vermietet

Um auf dem Grundstück bauen zu können, musste Gezgin nicht nur Auflagen zum Aussehen des Gebäudes erfüllen. „Die Stadt hat darauf geachtet, dass das, was hier entsteht, Hand und Fuß hat“, erklärt er. So musste das Haus auf Pfählen gegründet werden. Innerhalb von zehn Tagen wurden 35 Betonpfähle 18 Meter tief in den Grund getrieben. Am Dienstag sollen die Arbeiten an dem darüber liegenden Fundament starten. Er lobt die Zusammenarbeit mit der Verwaltung: „Die Stadt hat viel mitgeholfen.“

„Es wird ein toller Bau“, sagt Gezgin. Zwei Wohnungen mit Blick auf die Graft hat er bereits vermietet. „Irgendwann werde ich da auch mal hinziehen“, ist sich Gezgin sicher.