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Neuer Arbeitskreis Damit es weniger Stromsperren gibt

Von Thomas Cartier | 07.09.2019, 17:33 Uhr

Vergangene Woche wurde im Nachbarschaftsbüro Deichhort ein neuer Arbeitskreis gegründet. „Runder Tisch: Energiearmut“ heißt das Bündnis, dass Stromschuldnern helfen möchte.

Wenn das Geld knapp ist und jeder Cent zweimal umgedreht werden muss, wachsen manchen Menschen auch die Schulden über den Kopf. Die Reaktionen sind dann nicht immer rational und so kommt es häufig dazu, dass Strom oder Gas abgestellt werden. Laut eines Berichtes der Bundesnetzagentur gab es in Deutschland 2017 über 330000 Fälle von Stromabschaltungen. Für Delmenhorst ist zwar keine offizielle Zahl bekannt, doch der neu gegründete Arbeitskreis: „Runder Tisch: Energiearmut“ ist sich sicher, dass es eine beträchtliche Summe sein dürfte.

Wer macht mit?

Nun wurde der Arbeitskreis auf Anregung des Stromspar-Checks Projektes im Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ) gegründet. Am ersten Treffen im Nachbarschaftsbüro in Deichhorst haben sich die Stadtwerke Delmenhorst (Jan Speer), das Jobcenter (Lothar Jänke), die Stadt Delmenhorst (Sozialamt Gerd Gramberg), die GSG (Stefan Ludwig), der Bauverein (Reiner Fulst), die Schuldnerberatung der „Paritätischen“ (Claudia Schmolke-Dreyr), die Nachbarschaftsbüros vertreten durch das gastgebende in Deichhorst (Roswitha Ouedraogo), natürlich der Stromspar-Check (Ulf Moritz) des RUZ (Marina Becker-Kückens) und die Caritas, die der bundesweite Träger des Stromspar-Checks ist (Jürgen Königstein) beteiligt.

Und sie waren sich alle einig: Strom- und Gassperren sollen möglichst vermieden werden. Für das nächste Treffen wurde bereits ein konkreter Arbeitsauftrag erteilt und ein Termin festgelegt. Die Koordination läuft weiterhin über Ulf Moritz vom Stromspar-Check RUZ Hollen. An einer Mitarbeit Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0163 7429893 melden.