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Neuer Lebensmittler in Aussicht Endlich Bewegung im Jute-Center Delmenhorst

Von Michael Korn | 29.03.2016, 18:30 Uhr

Das Einkaufs- und Freizeitzentrum „Jute-Center“ in Delmenhorst steht in diesen Tagen vor der Weichenstellung für die Zukunft: Wie das Unternehmen dem dk auf Anfrage am Dienstag, 29. März 2016, mitteilte, führt die Eigentümerfirma Saller-Bau derzeit „heiße, aussichtsreiche Verhandlungen“ mit einem Lebensmittelmarkt als erhofften Ankermieter.

Das Jute-Center am Bahnhof in Delmenhorst hofft, in Kürze einen neuen Anker-Mieter aus der Lebensmittelbranche präsentieren zu können. Wie Projektentwickler Christian Kistritz auf dk-Anfrage am Dienstag, 29. März 2016, mitteilte, steht das Eigentümerunternehmen Saller-Bau (Weimar) in „heißen, interessanten Verhandlungen“. Weitere Anzeichen für einen Aufschwung des Centers seien demnächst ein neues Fitnessstudio und ein Wintergarten-Anbau an das Steinhaus.

Elektromarkt nicht in Sicht

Kistritz bekräftigte, Saller halte an den mit der Stadt vor anderthalb Jahren abgestimmten Plänen für den Umbau der Passage und die Entwicklung eines Fachmarktzentrums fest. Danach soll die Passage so umgebaut werden, dass die künftigen Läden ausschließlich von außen und nicht mehr über den Durchgang zu erreichen sind. Während in Kürze voraussichtlich ein Mietvertrag mit einem Lebensmittelmarkt abgeschlossen werden könne, sehe es beim ursprünglich angedachten Elektromarkt schwieriger aus. Hier gebe es derzeit kein konkretes Interesse eines potenziellen Mieters. Der Umbau der Passage könnte laut Kistritz im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Vor einer Lösung steht die Jute hingegen bei einer Nachfolgeregelung für den Ende Juli schließenden Fitness First . Hier gebe es mehrere Interessenten, so dass es jetzt um die Auswahl des Unternehmens gehe. Das Restaurant Steinhaus habe sich derweil langfristig an die Jute gebunden und erhalte noch vor dem Sommer einen festen Wintergarten .

Anpassung der Verkaufsflächen

Die von den Ratsparteien abgesegnete Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich der Verkaufsflächen muss voraussichtlich noch einmal angepasst werden: Der Lebensmittelbereich sollte bislang um 2000 auf 2380 Quadratmeter schrumpfen. Dafür waren 800 Quadratmeter für Sonderposten, 700 Quadratmeter für Drogeriewaren und 500 Quadratmeter für Elektroartikel vorgesehen. Die Gesamtfläche von rund 15.500 Quadratmeter sollte sich nicht verändern.

Zuletzt Zweifel am Jute-Willen

Zuletzt gab es in Rat und Öffentlichkeit Zweifel, ob die angekündigten Pläne der Jute auch verwirklicht werden – vor allem nachdem die Stadt dem Center eine neue, ampelgesteuerte Zufahrt von der Stedinger Straße bewilligt hatte. Kistritz versicherte, „dass wir etwas Schönes und Sinnvolles hinbekommen“.