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Neuer Verbrauchermarkt in City Erstes Zwischenfazit bei „koopje“ in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 30.10.2015, 16:28 Uhr

Mit der Eröffnung von „koopje“ hat sich die Firma Inkoop auf ein für sie spannendes Projekt eingelassen. Nach elf Wochen zieht die Geschäftsführung ein erstes kleines Zwischenfazit.

Der verkaufsoffene Kartoffelfest-Sonntag, er war der größte Tag in der noch jungen Geschichte des City-Marktes „koopje“ im Selve-Haus . „Das war toll“, sagt Geschäftsführer Bernd Oetken und erinnert sich gerne an den Kundenansturm am 11. Oktober. „Wir hätten zwischendurch fast die Türen schließen müssen, weil so viele Leute im Laden waren“, ergänzt Petra Kosten, die ebenfalls in der Geschäftsführung agiert.

Planung ist das eine, Realität das andere

Beide haben seit der Eröffnung vor elf Wochen gespannt darauf geschaut, wie sich der jahrelang öffentlich eingeforderte Supermarkt in der Innenstadt behauptet. Das erste kleine Zwischenfazit: Planung ist das eine, Realität das andere.

Was die Kundenströme betrifft, ist der neue Markt laut Oetken mit keinem der etablierten Inkoop-Märkte vergleichbar. Während dort der Umsatz zum Wochenende immer stärker wird, überrasche in der City das Montagsgeschäft. „Viel stärker als erwartet“, sagt Oetken. Eine Erklärung dafür hat er noch nicht. An den weiteren Tagen der Woche ließen sich bislang keine Ausreißer feststellen. So führten etwa die Wochenmarkttage Mittwoch und Samstag nicht zu den anfangs kalkulierten Ausschlägen bei der Kundenfrequenz. Nicht dass Oetken unzufrieden wäre, es verteile sich nur eben alles gleichmäßiger als anfangs angenommen.

Das Konzept ist ein anderes als bei Inkoop

Dafür gibt es Ausschläge bei den auf der Straße, über die Zeitung oder in sozialen Netzwerken geführten Diskussionen, was das Sortiment und die Preise bei„koopje“ betrifft. Oetken und Kosten wiederholen im Gespräch, was sie schon vor der Eröffnung gesagt haben: Das Konzept ist ein anderes, die Fläche mit einem Umfang von etwa einem Drittel der Inkoop-Märkte zu begrenzt, um alle von dort bekannten Produkte aufbieten zu können. Es gebe ein Vollsortiment, aber eben nicht alle Marken. „Wir haben geprüft, was bei Inkoop am besten läuft“, sagt Kosten. Deshalb stehen jetzt Meßmer-Tees und Knorr-Produkte in den Regalen und nicht die der Mitbewerber.

„gut & günstig“ nicht berücksichtigt

Eine kaufmännische Entscheidung sei es auch gewesen, die „gut & günstig“-Discount-Produkte der Edeka außen vor zu lassen. „Alle hätten ohnehin keinen Platz gehabt“, sagt Oetken. „Da gibt es 800 bis 1000 Artikel.“ Was jetzt im Laden steht, kostet ein paar Cent mehr. Aus guten Gründen, wie der Geschäftsführer meint: „Im Verhältnis ist das in der City ein teurer Standort, der muss auch Erträge abwerfen.“ Es koste aber nichts mehr als bei Inkoop.

Oetken und Kosten lassen mit sich reden, aber vor allem wünschen sie sich, dass die „koopje“-Kunden die Vorteile des neuen Standorts einblenden: „Wer in der Stadt wohnt oder arbeitet, muss nicht mehr irgend wohin fahren, um Lebensmittel einkaufen zu können.“ Sonderangebote seien im Übrigen nicht ausschlaggebend für ein Geschäft, das von der Laufkundschaft lebt. Es gibt sie folglich nicht.

Experiment mit Suppenbar ist geglückt

Dafür anderes. Das Verzehren im Supermarkt dringt bei „koopje“ in eine neue Dimension vor. Zur Salatbar hat sich vor einigen Wochen als Experiment eine Suppenbar gesellt. Diese ist so erfolgreich angelaufen, dass es sie seit 14 Tagen auch in den Inkoop-Märkten Brendelweg, Bremer Straße, Schönemoorer Straße und Ganderkesee gibt. Demnächst sollen neben dem Kaffeautomat auch süße Backwaren zum sofortigen Verzehr stehen.

Nach einem Jahr wird verglichen

Detaillierte Erkenntnisse über den „koopje“-Erfolg verspricht sich Oetken ab Mitte August 2016. „Dann haben wir für jeden Monat eine Vergleichszahl und sehen, ob wir zulegen können. Bis dahin ist das richtige Aufbauarbeit.“

Beschlossen ist, dass „koopje“ auch zum nächsten verkaufsoffenen Sonntag am 27. Dezember öffnet. Um an den Kartoffelfest-Erfolg anzuknüpfen.