Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Neues Standortmarketingkonzept Schub für das Delmenhorster Ego

Von Frederik Grabbe | 13.12.2017, 19:36 Uhr

Um das Image Delmenhorsts zu wandeln, sollen Stadt, Wirtschaft und Bewohner künftig verstärkt die guten Seiten der Stadt nach außen kehren. Gelingen soll das über eine emotionale Ansprache. Dies führt das neue Standortmarketingkonzept der Beratungsgesellschaft Cima auf.

Wie lässt sich das Image Delmenhorsts für Außenstehende wie Bürger positiv verändern? Eine Antwort auf diese Frage lieferte am Mittwoch die Marketingberatung Cima vor der Presse in der Markthalle, als sie das neue Standortmarketingkonzept präsentierte. Sie versuchte, verschiedenen Akteuren in der Stadt, vertreten durch die Stadtverwaltung, der Wirtschaftsförderung (dwfg) und durch hiesige Unternehmer, einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, um Ideen zu entwickeln, die dazu beitragen, das Oberziel zu erfüllen.

Delmenhorster nehmen Stadt negativer wahr als Auswärtige

„Imagekorrektur“ war bei der Präsentation ein Wort, dass Regina Schroeder von der Cima verwendete. Soll heißen: „Gerade Delmenhorster nehmen ihre Stadt negativer wahr als Außenstehende“, nannte Schroeder eine Erkenntnis aus einer Befragung von mehr als 2000 Menschen in Stadt und Region. Umso wichtiger sei es, die guten Seiten der Stadt nach außen zu kehren: Für die Cima machen diese vier Markenbausteine aus: „Sport und Freizeit im Grünen“ ist ein Themenblock, der mit dem breiten Sportangebot und mit der Graft als Stadtpark wirbt. „Bunte Gemeinschaft“ rückt die Integrationsarbeit in einer multikulturellen Stadt in den Blick, „Lebendige Stadtkultur“ verweist auf das öffentliche wie private Kulturangebot und „Aktive Wirtschaft“ soll den Fokus auf eine engagierte Unternehmerschaft in Delmenhorst legen.

Emotional packende Erzählweise soll Stadt vermarkten

Mithilfe dieser vier Blöcken sollen hiesige Akteure „emotional packend“ sogenannte Themenwelten erzählen: Über die Stadtgeschichte etwa oder die Problemlöserqualitäten in der Stadt (Schroeder nannte unter anderem den Umgang mit dem Wollepark). Und durch Gemeinschaftsaktionen oder städtischen Veranstaltungen soll die Bindung der Bürger untereinander wachsen. Auch wird es darum gehen, so Schroeder, negative Imagebilder abzubauen. Sie nannten den trostlosen Hertie-Bau in der City als optisch dominanten Faktor. Dieser könnte mit einer Verhüllungs-Aktion aufgehübscht werden, nannte Schroeder ein Beispiel.

Markentag sammelt im Sommer 2018 Ideen

Zielgruppen dieser neuen positiveren Art, über Delmenhorst zu sprechen, gibt es auch: So sollen etwa Investoren und Existenzgründer gefallen am Wirtschaftsstandort Delmenhorst finden, mehr Touristen und Besucher in Museen oder zu Veranstaltungen gelockt, oder einkommensstarke Pendler und Fachkräfte gebunden werden.

Das alles klang zunächst abstrakt. Aus diesem Grund veranstaltet die Cima im Juni 2018 einen Markentag. Bei dem Aktions- und Erlebnistag in der City. Dabei sollen die Bürger sich beteiligen dürfen, wie die neue Marke für Delmenhorst in Zukunft aussehen kann.

  Mehr Infos: www.marke-delmenhorst.de