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Neujahrskonzert am 4. Januar Delmenhorst: Philharmonie läutet Jahr 2017 ein

Von Merlin Hinkelmann | 31.12.2016, 16:45 Uhr

Wer das neue Jahr mit klassischer Musik begrüßen möchte, hat dazu am 4. Januar die Gelegenheit: Dann lädt die Philharmonie Lemberg zu ihrem traditionellen Neujahrskonzert ins Kleine Haus.

Delmenhorst. Die Philharmonie Lemberg zählt zu den angesehensten Orchestern der Ukraine. Am Mittwoch, 4. Januar, um 20 Uhr spielt das bekannte Ensemble im Kleinen Haus – zum traditionellen Neujahrskonzert, das unter dem Titel „Sphärenklänge“ steht.

Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert

Die Wurzeln des Orchesters reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und sind eng mit dem Namen Franz Xaver Mozart verbunden. Der jüngste Sohn des berühmten Komponisten wirkte fast dreißig Jahre als Pädagoge, Komponist und Pianist in Lemberg und war Mitbegründer der ersten musikalischen Gesellschaft der Stadt. 2006 wurde dem Orchester in Anerkennung seiner Leistung und seines Engagements der Titel „Akademisch“ verliehen. Das Ensemble ist regelmäßig auf Tourneen im Ausland und gastierte in den letzten Jahren in Deutschland, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen und in der Schweiz.

Für ihr Delmenhorster Publikum haben die Künstler ein buntes Programm zusammengestellt: Zu hören sind unter anderem Werke von Franz von Suppé, Giacomo Puccini, Max Reger, Georges Bizet und Johann Strauß (Sohn).

Als Solisten stehen Marko Komonko (Violine) und Anna Shumarina (Sopran) auf der Bühne. Volker Schmidt-Gertenbach hat die Leitung inne.

Mehrfache Preisträgerin

Die ukrainische Sängerin Anna Shumarina wurde in Skadowsk am Schwarzen Meer geboren. An der Musikschule ihrer Heimatstadt war ihr Hauptfach Klavier. 2005 wechselte sie an das Kolleg in Cherson, wo sie ihre Klavierausbildung vertiefte und Gesangsunterricht erhielt. 2008 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Nationalen Musikakademie in Lemberg auf, welches sie im Jahr 2013 mit dem Masterdiplom beendete. Die junge Sopranistin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und hatte bereits Auftritte in Belgien und Frankreich. 2013 und 2014 war sie auf dem Braunschweiger Festival „Klassik im Park“ als Solistin der „Lemberger Gold Brass“ zu hören.

Aus einer Musikerfamilie

Der Violinist Marko Komonko stammt aus einer Musikerfamilie. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Violinenunterricht von seinem Vater. Später wurde er von bekannten Pädagogen der Lemberger Musikschule unterrichtet, die in der Ausbildungstradition des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums stehen. Die Konzerte des Förderprogramms „New Names“ führten ihn schon in jungen Jahren in viele Länder Europas sowie nach Japan. Er studierte unter anderem in London und ist seit 2014 Konzertmeister der Philharmonie Lemberg.

Mehr als 100 Werke für Rundfunk eingespielt

Volker Schmidt-Gertenbach war von 1974 bis 1989 Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters. Seither widmet er sich ausschließlich seinen Verpflichtungen als Gastdirigent in aller Welt. Künstler wie Wilhelm Kempff, Claudio Arrau, Alfred Brendel, Martha Argerich, Geza Anda, Mstislav Rostropovitch, Heinrich Schiff und Frank Peter Zimmermann zählen zu jenen Persönlichkeiten, mit denen er musiziert hat. Über 100 Werke hat er für Rundfunkanstalten eingespielt, ist im Fernsehen aufgetreten und hat sich auf dem Tonträgermarkt einen Namen gemacht.

Karten für das Konzert gibt es ab 28 Euro bei der Konzert- und Theaterdirektion unter Telefon (04221) 16565.