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Neumann gibt bei Wahl Vorsitz ab Neun Neue drängen in Delmenhorster Behindertenbeirat

Von Sonia Voigt | 12.10.2016, 14:22 Uhr

Zwölf Kandidaten, darunter nur drei bewährte Mitglieder, wollen künftig die Interessen behinderter Menschen in Delmenhorst vertreten. Am Samstag sind alle Behinderten zur Wahl aufgerufen.

Zeitgleich mit dem alten Stadtrat gibt auch der bisherige Behindertenbeirat Delmenhorsts den Staffelstab weiter: Der neue Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen wird am Samstag, 15. Oktober, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr in der Markthalle gewählt. Zwölf Kandidaten konkurrieren um die neun zu vergebenden Sitze und wollen künftig die 8000 behinderten Menschen in Delmenhorst unter anderem in Ratsausschüssen vertreten.

Bernd Neumann gibt nach neun Jahren Vorsitz ab

„Wir haben schon einiges erreicht, möchten aber noch bedeutend mehr schaffen“, sagt Bernd Neumann, der den Behindertenbeirat seit dessen Gründung 2007 leitet. Nun tritt der 69-Jährige erneut an, möchte aber nicht mehr Vorsitzender sein: „Neue Kräfte bringen neuen Elan mit“, hofft er. Zudem müsse der Beirat wieder zu einer konstruktiveren Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung finden, zum Beispiel um den vor 1,5 Jahren erarbeiteten Aktionsplan umzusetzen. Themen wie leichte Sprache, barrierefreie öffentlich zugängliche Gebäude und die Freihaltung des Blindenleitstreifens stünden ebenfalls an.

Drei bewährte Gesichter unter den Kandidaten

Neben Neumann haben zwei weitere Kandidaten schon Erfahrung im Behindertenbeirat. Günter Buckmann (55) hat die erste Wahlperiode Spaß gemacht, nun möchte er die Inklusion weiter in den Köpfen des Rates und der Bevölkerung etablieren. Die Vorsitzende des Werkstattrates der Delme-Werkstätten Tanja Bendix (46) ist von Beginn an dabei.

Neun Kandidaten stellen sich erstmals zur Wahl

Neu dabei ist Ergün Günal (42) der sich bereits im TV Jahn um Ältere und Behinderte bemüht und mit seiner türkischen Abstammung auch Behinderte mit Migrationshintergrund vertreten will. Ebenfalls zum ersten Mal tritt Manfred Tietze (65) an, der seit zwölf Jahren Schwerbehindertenvertreter eines Unternehmens ist. Christa Behrens (66) hat über ihre Arbeit für die Selbsthilfegruppe Atemlos mit behinderten Menschen zu tun. Josef Fresenborg (82) bringt Erfahrungen aus dem Sportbund-Vorstand und der Stadtverwaltung mit, wo er früher Abteilungsleiter im Tiefbauamt war. Seine Vorfreude auf die Mitarbeit betont Norbert Hoffmann (56), während sich Andreas Brüggemann (58) dadurch auch Impulse für seine Betriebsratsarbeit erhofft. Artur Diegel (59) ist durch die Pflege seines Vaters auf Behindertenthemen aufmerksam geworden und Lutz Schulz (56) war in Sachsen-Anhalt jahrelang Stadtbehindertenbeauftragter und im Landesbehindertenbeirat. Hinzu kommt Werner Hantke (63).