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Noch 60 Kinder auf Warteliste Delmenhorster Kita-Platzvergabe in letzten Zügen

Von Kai Hasse | 13.06.2018, 15:57 Uhr

Die Vergabe von Kindergartenplätzen in Delmenhorst liegt in den letzten Zügen. Noch stehen etwa 60 Kinder auf der zentralen Warteliste der Stadt. Das werde sich noch korrigieren. Marco Roselius vom Kita-Stadtelternrat ärgert sich über Verzögerungen durch ein neues Landesgesetz zur Einschulung – und hofft auf eine baldiges zentrales Anmeldesystem.

Noch immer laufen letzte Zusagen von Kindergärten für Kinder ein: Die Kindergärten in Delmenhorst arbeiten ihre Listen ab, und für etwa 650 Kinder hat das zu einem Platz geführt. Das ist eine Schätzung der Verwaltung über die Platzvergabe durch mehrere verschiedene Träger. Auf der Warteliste der Stadt, ebenfalls einer der Träger, stehen noch die Namen von 60 Kindern, für die die Eltern einen Kindergartenplatz suchen.

Die Zahlen der Stadt können dabei nicht die tatsächlichen, konkreten Zahlen der Kinder abbilden, für die Anmeldungen verschickt wurden. Der Grund ist die dezentrale Verteilung: Alle Eltern schreiben Anmeldungen an mehrere Kitas. Die Folge ist ein enormer Aufwand mit Briefverkehr der Eltern und Kitas untereinander.

Verzögerungen durch Landesgesetz

Deshalb wird die Zahl von 60 Kindern auf der städtischen Warteliste vermutlich noch korrigiert: Letzte Zusagen von Kitas rieseln an Eltern, die könnten von der Warteliste gestrichen werden. Eine Verzögerung gab es durch ein neues Landesgesetz, das die Einschulung auf Wunsch der Eltern für weitere Monate ungewiss machte.

Mit diesen Verzögerungen hadert auch Marco Roselius, Vorsitzender des Kita-Stadtelternrates. Dieses Jahr gab es die Zusagen erst sehr spät. Manche Eltern werden erst kurz vor dem Kindergarten-Jahr wissen, wo ihr Kind in den Kindergarten gehen wird.“ Roselius setzt Hoffnungen in ein neues Anmeldeverfahren, das zentral von der Stadt Delmenhorst gesteuert werden könnte: „Dann könnte man frühzeitig erkennen, wo Plätze verfügbar sind“, sagt er. Würde die Stadt die Anmeldung der Kinder zentral steuern, würde der kleinteilige und umfangreiche Austausch zwischen Eltern und Kitas wegfallen. Erste Pläne dazu gibt es schon, wie Roselius und Gerd Galwas, stellvertretender Fachbereichsleiter für Jugend und Familie von der Stadt, erklären. Die Stadt sei bereits dabei, sich über entsprechende Computerprogramme zu informieren. Eine politische Initiative dazu habe es bereits im Jugendausschuss gegeben, der sich für eine zentrale Anmeldung stark gemacht habe, erläutert Galwas. „Ob wir es schaffen, diese zentrale Anmeldung über die Stadt dann bereits ab Frühjahr 2019 umzusetzen, ist nicht gewiss, weil auch die privaten Träger dafür erhebliche Vorbereitungen bräuchten“, sagt Galwas.

229 Kinder in Krippen

Für Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren haben laut Stadt rund 560 Eltern einen Antrag für einen Betreuungsplatz abgegeben. 229 freie Plätze wurden vergeben. Etwa 200 Eltern haben noch Bedarf zum 1. August geäußert. Bei der Vergabe konnten vor allem vollberufstätige Eltern und Alleinerziehende berücksichtigt werden.

Marco Roselius vom Kita-Stadtelternrat betont, dass Eltern, die bereits einen Platz haben, aber noch bei weiteren Kitas auf einer Warteliste stehen, bei nicht benötigten Plätzen anzusagen, damit die Kitas freie Plätze entsprechend schneller vergeben können. Wer sich beraten lassen will, findet Kontakt unter http://www.stadtelternrat-delmenhorst.de.