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Nordmanntanne dominiert zum Fest Delmenhorster geben der Blaufichte keine Chance

Von Dirk Hamm | 17.12.2015, 17:56 Uhr

In diesen Tagen sind Weihnachtsbäume naturgemäß Verkaufsschlager. Die Preise für die beliebte Nordmanntanne sind stabil geblieben.

Christa Schulze und ihre Tochter Iris Oetken fackeln nicht lange auf dem Kaufland-Parkplatz an der Stedinger Straße, im umzäunten Weihnachtsbaumverkauf ist das passende Exemplar für die nahenden Festtage schnell gefunden: Eine Nordmanntanne soll es sein, nicht zu groß und buschig, aber auch nicht zu klein. Mit dieser Kaufentscheidung stehen die beiden Frauen nicht gerade alleine da, auch die meisten anderen Kunden gehen zielstrebig auf die Nordmanntannen zu.

Zum Beispiel Detlef Kujaw, der vor Jahren auch mal einer Fichte eine Chance gegeben hat – und es bereute: „Der Baum hat schon vor Weihnachten seine Nadeln verloren.“ Auch Christa Schulze sieht die Nordmanntanne klar im Vorteil: „Sie piekst nicht so sehr, und sie nadelt nicht.“

Im Gartencenter nur Nordmanntannen im Verkauf

Seit zwölf bis 15 Jahren halte der Trend weg von der einst in vielen weihnachtlichen Wohnzimmern zu findende Blaufichte an, berichtet Hans-Joachim von Hassel, Marktleiter bei Wassenaar. Das Gartencenter hat sich auf die veränderten Kundenwünsche eingestellt und hält nur noch Nordmanntannen vor. Wer dennoch eine Fichte mit Kugeln und Sternen, Ketten und Lametta behängen möchte, kann eine Bestellung abgeben, nach vier bis fünf Tagen ist der Baum abholbereit.

Tiefer ins Portemonnaie müssen die Baumkäufer bei Wassenaar auch in diesem nicht greifen, erklärt von Hassel: „In den letzten Jahren sind die Preise für Weihnachtsbäume bei uns stabil geblieben.“ Für die im norddeutschen Raum zwei Tage vor der Anlieferung geschlagenen Nordmanntannen zahlen Kunden bei einer Baumhöhe von 1,40 und 1,60 Meter zwischen 15 und 17 Euro, die 2,80 bis drei Meter messenden Tannen kosten 59,99 Euro.

„Samstags ist hier die Hölle los“

Etwas kleiner ist die Preisspanne, die der Forsthof Prüser an seiner Verkaufsstelle auf der Hotelwiese aufruft: 19 Euro pro Meter sind zu berappen. „Samstags ist hier die Hölle los“, hat Dieter Bohnhorst beobachtet, der seit sechs Jahren Weihnachtsbäume verkauft. Und vier bis fünf Tage vor Heiligabend – „wenn die Baumärkte keine mehr haben“, so Bohnhorst – ziehe die Nachfrage noch mal spürbar an. Und auch hier ist der Kundenwunsch eindeutig: „Ich verkaufe zu 99 Prozent Nordmanntannen.“

Wer kurz vor dem Fest noch ein Schnäppchen machen möchte, könnte auf dem Kaufland-Parkplatz fündig werden. Denn an den beiden Tagen vor Heiligabend gehen die Preise in der Regel spürbar runter, verrät Baumverkäufer Peter Wiesner. Genau vorhersagen lasse sich der Preisnachlass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, aber bis zu einem Drittel sei es in den vergangenen Jahren gewesen. Der Rentner, der sich in der Weihnachtszeit etwas hinzuverdient, wird in seiner Verkaufsstelle übrigens nicht fündig: „Ich habe einen kleinen Hund, der reißt alles um. Deshalb stelle ich einen schönen Baum aus Plastik auf.“