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Notversorgung soll gewährleistet sein Wassersperre im Delmenhorster „Wollepark“ ab Montag

Von dpa | 09.05.2017, 22:58 Uhr

Die Delmenhorster Stadtwerke wollen einen Gerichtsbeschluss zum Sperren des Wassers in zwei Wohnblöcken im „Wollepark“ am nächsten Montag umsetzen. Das teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Eine Notversorgung mit Wasser über mehrere Hähne an einem Hydranten solle gewährleistet sein. Über Aushänge werden die Bewohner über die anstehende Wassersperre informiert.

 Das Landgericht Oldenburg hatte am vergangenen Donnerstag entschieden, dass im Streit um unbezahlte Rechnungen die Stadtwerke zwei Wohnblöcken im Brennpunktviertel „Wollepark“ die Wasserversorgung abstellen dürfen. Wie lange die Wassersperre anhalte, hänge von der Wohnungseigentümer-Gemeinschaft ab, so eine Sprecherin der Stadtwerkegruppe. Forderungen in Höhe von rund 130 000 Euro seien noch nicht beglichen worden. Seitens der Immobilienverwaltung gebe es keine Anzeichen einer Zahlungswilligkeit.

Schon seit dem 27. April sind die rund 350 Mieter ohne Gas. Die Wohnungseigentümer haben bei den Stadtwerken Schulden für Wasser und Gas in Höhe von rund 200 000 Euro.

Schon am 4. April hatten die Stadtwerke das Wasser abgestellt, mussten es nach einem Gerichtsbeschluss am Folgetag aber wieder anstellen, weil seinerzeit den Eigentümern nicht genügend Zeit zur Reaktion gegeben wurde.

Die Häuser gehören zu einem rund 23 Hektar großen Gebiet mit vielen veralteten Gebäuden und teils verwahrlosten Wohnungen. Das Quartier gilt als sozialer Brennpunkt. Die Stadt will das Viertel sanieren und hat jüngst mit dem Abriss leerstehender Wohnblocks begonnen.