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Nur drei verkaufsoffene Sonntage Delmenhorster City-Läden bleiben am Rummel-Sonntag zu

Von Thomas Breuer | 05.09.2017, 10:41 Uhr

Irritation bei einigen Kaufleuten in der Innenstadt: Wird der Kramermarkt am 10. September von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet oder nicht?

Sowohl Christian Wüstner, Sprecher der City-Kaufleute, als auch Citymanagerin Nicole Halves-Volmer sagten am Montag auf Nachfrage, dass es für alle Kaufleute die Möglichkeit gebe, zu öffnen, die Innenstadt dies aber nicht tun werde. Schon seit einigen Jahren ist der verkaufsoffene Sonntag zum Kramermarkt Geschichte. Die Argumentation seinerzeit: Mit vollen Taschen läuft niemand über den Kramermarkt, und wer auf dem Markt sein Geld ausgegeben habe, kommt nicht mehr in die City.

Bis vor Kurzem Fehlinformation im Internet

Die Irritation ist laut Halves-Volmer darauf zurückzuführen, dass auf der städtischen Homepage der 10. September bis vor Kurzem noch als verkaufsoffener Sonntag geführt worden sei. Dies habe sie abändern lassen, als die Fehlinformation aufgefallen sei.

Damit steht endgültig fest, dass Delmenhorst im laufenden Jahr nur drei der vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage ausschöpfen wird. Einen gab es zum Autofrühling, einen zum Erdbeer- und Spargelfest, der dritte folgt am 8. Oktober von 13 bis 18 Uhr zum Kartoffelfest. Wobei es abseits der Innenstadt einige Geschäfte gibt, die öffnen wollen. Nach Informationen unserer Zeitung sind dies am Rande der City Bruno Kleine sowie in Hasport Zurbrüggen, dm, das Futterhaus und Arkenau.

Kaufleute sehen Redebedarf mit Citymanagerin

Warum aber verzichtet die Delmenhorster Kaufmannschaft freiwillig auf einen kollektiven vierten verkaufsoffenen Sonntag? Weil Julian Flocke (Strudthoff) und er das nicht zusätzlich organisieren könnten, sagt Wüstner, der das Geschäft Gameground betreibt. Er macht keinen Hehl mehr daraus, dass es Redebedarf zwischen den Kaufleuten und der unter dem Dach der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) angesiedelten Citymanagerin gibt.