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Kommentar zu Hertie Nur ein Hertie-Abriss hilft der Stadt Delmenhorst weiter

Meinung – Michael Korn | 18.09.2019, 16:41 Uhr

Die Stadt Delmenhorst will drei neue Nutzungsvarianten für die Hertie-Ruine prüfen - im wesentlichen zusammen mit dem bisherigen Investor DIH. Ein Kommentar dazu von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Ratingen, Schleswig, Velbert, Emden – allesamt wie Delmenhorst gebeutelte ehemalige Karstadt- beziehungsweise Hertie-Standorte. Auch diese Städte bekamen zu spüren, wie die Kaufhaus-Schließung die Zentren verödete. Unterschied: Im Gegensatz zu Delmenhorst vermieden es die dortigen Rathäuser, die Immobilie in die Hände von spekulationswilligen Investoren zu geben und bis zum Gehtnichmehr an deren Versprechungen für kundenstarke Neunutzungen zu glauben. Die Beispiele aus anderen Regionen zeigen: Nur ein Abriss des Molochs kann Freiraum schaffen für notwendige neue Gestaltungsideen und vor allem für wirklich investitionswillige Projektunternehmen, die nicht nur nach öffentlichen Subventionen schreien. Die Stadt Delmenhorst muss also sehen, wie sie den Hertie-Standort auch ohne DIH (das sich ja schon das lukrative Parkhaus-Filetstück gesichert hat) zeitnah neugestaltet.