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Oberbürgermeister empört Delmenhorster OB Jahnz: AfD ruppt sich durchs Land

Von Michael Korn | 01.02.2016, 18:52 Uhr

Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz lehnt eine politische Zusammenarbeit mit der AfD nach der Kommunalwahl im September ab. Das kündigte er am 1. Februar 2016 an. Hintergrund sind die Forderungen von AfD-Bundeschefin Frauke Petry nach verschärften, notfalls waffengestützten Grenzkontrollen gegenüber Flüchtlingen.

Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) geht auf Distanz zur Alternative für Deutschland (AfD). Er bekräftigte am Montag, 1. Februar 2016, bei einem Einzug der AfD ins Stadtparlament nach den Kommunalwahlen im September nicht mit dessen etwaigen Vertreter zusammen arbeiten zu wollen. Hintergrund sind die Äußerungen von AfD-Bundeschefin Frauke Petry zu einem möglichen Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge an der deutschen Grenze.

OB fragt AfD-Pressesprecher Mandalka

Mit großer Empörung habe er auf Petrys Forderung nach umfassenden Kontrollen an den deutschen Grenzen reagiert, insbesondere auf ihre Aussage, dass die Polizei „notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen“ müsse. „Ich verurteile die Aussagen von AfD-Chefin Petry aufs Schärfste! Die AfD ruppt sich hier durchs Land und macht auf eine unerträgliche Art Stimmung gegen Flüchtlinge“, entrüstet sich der Oberbürgermeister. „Daher frage ich die AfD in Delmenhorst: Herr Mandalka, wie verhalten Sie sich bei solchen Äußerungen von AfD-Chefin Petry?“

Zusammenarbeit ausgeschlossen

Nachdem der örtliche AfD-Pressesprecher Lothar Mandalka verkündet habe, bei der Kommunalwahl im September für die AfD antreten zu wollen, stellt OB Jahnz frühzeitig klar: „Eine politische Zusammenarbeit mit mir ist völlig ausgeschlossen.“ Eine Stellungnahme von Mandalka war bislang nicht zu erhalten.