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Offener Brief zum JHD Delmenhorster SPD fordert Rückkehr von Dr. Lüdemann

Von Sascha Sebastian Rühl | 04.01.2019, 14:15 Uhr

Die Delmenhorster SPD fordert die Rückkehr der Chefärztin der Delmenhorster Frauenklinik, Dr. Katharina Lüdemann. Der Partei-Unterbezirk fürchtet einen Rückbau der Geburtshilfe am JHD.

In einem offenen Brief hat sich die Delmenhorster SPD an JHD-Geschäftsführer Florian Friedel gewendet. „Wir kritisieren aufgrund häufiger Vorhalte aus der Bevölkerung die Entscheidung der Geschäftsführung bezüglich der Personalie Frau Dr. Lüdemann.“ Es werde mit Themen in einer Weise experimentiert, die schon einmal den dramatischen Misserfolg des Klinikums eingeleitet habe.

SPD: Rückbau der Geburtshilfe wird auch andere Kliniken im Stadtkrankenhaus belasten

„Die überproportionalen Geburtszahlen sind uns Beleg für gute Versorgung mit qualifizierter Geburtshilfe in der Frauenklinik unter Leitung von Frau Dr. Lüdemann.“ Sie habe der natürlichen Geburt immer Vorrang eingeräumt. Mit der Nachbesetzung würden die Prioritäten in Richtung operative Gynäkologie verschoben. „Für gute Versorgung der Schwangeren, auch der Risikoschwangerschaften, in der Region halten wir diese Prioritätensetzung für falsch und einen erneuten Irrtum ähnlicher Art, wie die Experimente um die Frauenklinik in den vergangenen Jahren.“ Wie schon einmal werde der Rückbau der Geburtshilfe auch andere Kliniken im Stadtkrankenhaus tendenziell belasten, insbesondere wohl wieder die Kinderklinik.

„Gynäkologisches Überangebot in der Region“

„Mit dem Rückbau der Geburtshilfe durch den Vorrang der allgemeinen und operativen Gynäkologie erweitern Sie das gynäkologische Überangebot in der Region, verengen aber in der Region das schon seit Jahren knappe Angebot an Geburtshilfe“, kritisiert die SPD. Die Partei fände es gut, wenn Dr. Lüdemann wie bisher die Frauenheilkunde und Geburtshilfe als Chefin neben einem leitenden Arzt für Gynäkologie verantworten könnte.