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Ordnungsverfahren angestrebt Delmenhorster SPD stellt sich gegen Jürgen Stöver

Von Marco Julius | 04.06.2015, 22:31 Uhr

Es rumort und gärt kräftig in der Delmenhorster SPD.

Nach dk-Informationen soll gegen den Ratsherrn Jürgen Stöver ein Parteiordnungsverfahren angestrengt werden. Das Schiedsgerichtsverfahren kann Parteistrafen von der Rüge bis hin zum Parteiausschluss zur Folge haben. Stöver, der seit 2011 für die Genossen im Rat sitzt, werde, so hat das dk erfahren, massiv parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Unter anderem soll es um üble Nachrede gehen. Stöver, der bekanntlich zu den entschiedenen Gegnern einer OB-Kandidatur von Axel Jahnz auf SPD-Ticket gehörte, soll vor Zeugen sowohl den Rathaus-Chef direkt als auch weitere führende Genossen mit „haltlosen Vorwürfen“, bei denen es auch um Betrug gehen soll, bedacht haben.

Gräben zeigen sich

Zuletzt waren die Gräben in der SPD im April zutage getreten, als Stöver in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Krankenhaus-Holding berufen werden sollte, ihm aber Teile der eigenen Fraktion die Stimme verweigerten.

Stöver sowie der gesamte SPD-Unterbezirksvorstand waren am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.