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Parkinsonerkrankung Thema Delmenhorster Urgestein Berger legt erstes Buch vor

Von Marco Julius | 13.07.2016, 12:11 Uhr

Nachdenklich und doch leicht: Gerhard Berger hat ein Buch geschrieben, das auch seine Parkinsonerkrankung beschreibt. Berger will anderen Menschen Mut machen.

Geschrieben habe er schon immer, sagt Gerhard Berger, Ratsherr der SPD und als langjähriger Sprecher der Schausteller bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Jetzt legt er im Eigenverlag in einer Auflage von 200 Exemplaren sein erstes Buch vor. „11 Stationen mit dem Bus“ heißt es – und es ist ein Buch, das quasi Leser von ihm gefordert haben. Der an Parkinson erkrankte Berger hat bei seinen regelmäßigen Aufenthalten in der Parkinson-Klinik auf Helgoland aus seinen Geschichten vorgetragen. „Da hieß es gleich: Gerhard, das musst Du alles veröffentlichen!“, erinnert sich der 67-Jährige. Und so hat er sich hingesetzt, Seite für Seite, Kapitel für Kapitel.

Trösten und Mut machen

Mit seinen Texten will er andere Menschen trösten und ihnen Mut machen. „Damit sie das Leben genießen, egal welche Krankheit sie quält“, sagt Berger. Er hofft auf nachdenkliche Leser, die sich über seine Texte amüsieren sollen. Jeder Tag sei ein Geschenk, das will Berger verdeutlichen. Er hat sich lebenslang den Ärger von der Seele geschrieben, aber auch immer wieder schöne Dinge notiert, die er erlebt hat. „Das Schreiben fällt mir nicht schwer, schwierig war es, die Geschichten zu sortieren“, berichtet er. Einen Verlag hat er noch nicht gefunden. Für Anfragen ist er offen.

Lesung im Musikhaus Spula

Wer sich für Bergers Geschichten aus dem Leben interessiert, der kann sie sich vom Autor vorgelesen am Freitag, 29. Juli, um 19 Uhr im Musikhaus Spula anhören. Dann lädt Berger, dessen Herz noch immer für den Kramermarkt schlägt, zur Lesung ein, die vom Duo „E&E“ musikalisch begleitet wird. Der Eintritt kostet acht Euro. Dann kann auch das Buch erworben werden – für 13 Euro.