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Parkplätze der Knackpunkt Delmenhorster Hertie-Investor appelliert an Politik

Von Michael Korn | 31.07.2017, 14:51 Uhr

Mit dem Appell an die Politik, endlich die Parkplatz-Frage zu klären, hat sich der Delmenhorster Hertie-Investor am 31. Juli 2017 an die Öffentlichkeit gewandt.

Mit einem Appell an Rat und Verwaltung, endlich die Parkplatzfrage am Vorwerk zu entscheiden, hat der Hertie-Investor heute einen dk-Bericht von Donnerstag vergangener Woche („In der Hertie-Ruine starten die Bauarbeiten“) bekräftigt. „Ohne diese Entscheidung ist die Bindung potenzieller Mieter nicht möglich“, teilte die Erste Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst mbH mit. Geplant ist der Umbau des ehemaligen Kaufhauses in ein Geschäftsgebäude mit Einzelhandel in Erdgeschoss und 1. Etage sowie Dienstleistungen in den oberen Bereichen. Am 14. August starten den Angaben zufolge die umfangreichen, rund 950000 Euro teuren Entkernungsarbeiten im Gebäudeinneren. Die 30-prozentige Förderung werde man indes nur abrufen, wenn die Revitalisierung des Komplexes gemäß städtebaulichen Vertrag umgesetzt wird. Weitere Maßnahmen würden erst nach Klärung der Parkplatz-Frage umgesetzt, heißt es unmissverständlich.

Zuschlag für die Firma Christmann

Werner Uhde von der Hertie-Eigentümerfirma Erste Projektentwicklungsgesellschaft erklärte dazu: „Nach dem Abriss des zu dem Komplex gehörenden Parkhauses vollziehen wir den nächsten Schritt bei der Revitalisierung des ehemaligen Kaufhauses Hertie. Nach mehrwöchigen Vorbereitungsarbeiten wird die Entkernung des ehemaligen Kaufhauses voraussichtlich am 14. August 2017 beginnen. Dazu waren erhebliche Vorarbeiten im Zuge einer komplexen Ausschreibung erforderlich. Neben dem Entrümpeln der Räumlichkeiten ist der Rückbau von sämtlichen nichttragenden Bauteilen und der gesamten Haustechnik Gegenstand der Entkernung. Eine funktionale Leistungsbeschreibung mit den Details der Arbeiten wurden dem Architekturbüro Angelis & Partner aus Oldenburg erarbeitet. Aufgrund der bei einer öffentlichen Ausschreibung erforderlichen Veröffentlichung haben sich sechs Firmen für die Arbeiten gemeldet und aufgrund der schwierigen Einschätzung des insgesamt entstehenden Aufwandes, zwei Firmen ein Angebot abgegeben. Im Eröffnungstermin ist die Firma Carsten Christmann GmbH als preislich günstigster Anbieter, für den alle geforderten Voraussetzungen gegeben waren, protokolliert worden. Die beschränkte Ausschreibung hat wiederum Professor Dr. Haug aus dem Anwalts- und Notariatsbüro Castringius in Bremen begleitet.“

Handarbeit erforderlich

Die mit den Maßnahmen zusammenhängenden Kosten belaufen sich laut Uhde auf rund 950.000 Euro. Die Arbeiten würden aufgrund der limitierten Deckenlasten nur in geringem Umfang mit Maschinen bewältigt werden können und müssen im Wesentlichen per Hand erfolgen. Dadurch ergibt sich ein voraussichtlicher Zeitraum für die Durchführung der Arbeiten bis in den Dezember 2017. Nach der kooperativen und sachlich einvernehmlichen Arbeit der Firma Christmann beim Abriss des Parkhauses, das durch die städtische Verwaltung eng begleitet worden ist, gehe man von einer sorgfältigen und nachbarschonenden Umsetzung aus. Die Entkernung des Gebäudes wird den Angaben zufolge über die Bebelstraße und den nach Abriss des Parkhauses freien Platz für die Lagerung und den Abtransport erfolgen. Aufgrund des beschlossenen Entwicklungskonzeptes für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme – östliche Innenstadt – stünden für die Entkernung Fördermittel bereit, die bei endgültiger Abrechnung knapp 30 % der aufgewendeten Mittel betragen könnten. Uhde: „Die Fördermittel können und wollen wir jedoch nur insoweit in Anspruch nehmen, als auch eine Revitalisierung des Komplexes insgesamt gemäß dem städtebaulichen Vertrag und den damit enthaltenen Vorgaben umgesetzt wird.“