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Plan für Delmenhorster City Planer drücken bei Parkhaus-Abriss aufs Tempo

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 14.07.2016, 20:01 Uhr

Der Doppelbeschluss macht es möglich: Das Parkhaus am Stadtwall in Delmenhorst soll möglichst schnell abgerissen werden. Gleichzeitig wird schon der Nachfolge-Bau geplant.

Am Donnerstag haben Oberbürgermeister Axel Jahnz, Stadtbaurätin Bianca Urban und Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen den aktuellen Stand der Planungen für das Parkhaus am Stadtwall vorgestellt. „Das Parkhaus hat sein Alter erreicht. Es ist schlichtweg marode und heute nicht mehr tragfähig “, fasste Jahnz den Zustand des Bauwerks zusammen. „So wie es ist, ist es nicht mehr zeitgemäß“, sagte auch Salmen. Es sei nicht barrierefrei, die Parkplätze nicht breit genug. „Ich bin überzeugt, dass der Standort einen Parkplatz braucht“, so Salmen.

Neubau-Konzept wird parallel zu Abrissplanung erstellt

Der von der Gesellschafterversammlung gefasste Doppelbeschluss , das Parkhaus abzureißen und ein neues zu bauen, gibt Stadtbaurätin Bianca Urban die Möglichkeit, die spätere Nutzung des Geländes zwischen den Straßen Am Stadtwall und am Stadtgraben schnell anzuschieben. „Für mich ist das eine große Chance mit Blick auf die Innenstadtentwicklung.“ So werde der Blick nicht nur auf die Fläche des Parkhauses fallen: „Der ÖPNV und die Organisation der Haltestellen werden auch Thema sein“, erklärte Urban. Die Hundewiese wie auch der Bereich hinter der Markthalle werde ebenfalls in die Neukonzeption eingebunden, denn dort sieht Urban noch „Luft nach oben“. Klar ist, dass versucht werden soll, das Gelände nicht nur als Parkhaus zu nutzen. Büros, Gastronomie und Dienstleistungen zählte Urban als Optionen auf. „Wir haben die Chance, das gleichzeitig zu planen und die Politik mit einzubinden“, sagte Salmen.

Abriss startet noch dieses Jahr

Der Zeitplan für den Abriss ist noch nicht klar definiert, sicher ist laut Salmen aber, dass die Parkdecks ab dem 1. Januar 2017 geschlossen sein werden. Die rund 160 Dauerparker werden demnächst schriftlich über die Pläne informiert. Zuvor könnte es – so kündigten es Salmen und Jahnz an – ein kostenloses Abschiedparken während der Weihnachtszeit geben. Dem angedachten Start des Rückbaus noch in diesem Jahr würde dies laut Salmen nicht im Wege stehen: „Wir können durchaus anfangen, ohne dass der Parkbetrieb leidet.“ Er zeigte sich optimistisch, dass der Abriss Mitte 2017 abgeschlossen sein könnte. Dann könnten laut Urban auch die Planungen für den Neubau abgeschlossen sein. „Wir wollen es so schnell wie möglich haben. Wir brauchen den Parkraum“, sagte Jahnz.

Krankenhaus-Neubau spielt wichtige Rolle

Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich der Neubau des Josef-Hospitals-Delmenhorst (JHD) in der Innenstadt. So werden derzeit laut Jahnz Mitarbeiter des Krankenhauses befragt, ob sie sich künftig eine Nutzung des Parkhauses vorstellen könnten. Dies spiele ebenso in die Planungen der Dimensionen des Neubaus hinein wie das bereits in Gang gebrachte Verkehrskonzept für die Innenstadt, das ebenfalls eng mit dem JHD-Neubau verknüpft ist.

Möglichkeiten der Förderung werden geprüft

In welchem finanziellen Rahmen sich Abriss und Neubau bewegen, wollten Jahnz und Salmen noch nicht konkretisieren. Für den Abriss wird es Fördergelder geben, erklärte Urban. Wie beispielsweise auch beim Wollepark werden dann jeweils ein Drittel vom Land und vom Bund getragen, während die Stadt das letzte Drittel beisteuern müsste. Ob ein Neubau auch förderfähig ist, steht laut Salmen noch nicht fest. Es würden aber alle Möglichkeiten geprüft werden.