Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Planung in Delmenhorst und Ganderkesee Volkshochschulen sollen zusammenwachsen

Von Jan Eric Fiedler | 19.06.2015, 00:27 Uhr

Die Volkshochschule Delmenhorst und die regioVHS stehen vor einer engeren Zusammenarbeit. Gestern tagte der Aufsichtsrat der Delmenhorster VHS zu diesem Thema. Er steht weiteren Gesprächen für eine Kooperation mit Ganderkesee wohlwollend gegenüber, so die Aufsichtsratsvorsitzende Antje Beilemann (SPD).

Hintergrund der Planungen ist, dass beide Geschäftsführer – Helmut Koletzek in Delmenhorst und Rolf Schütze in Ganderkesee – im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen. So bietet sich die Gelegenheit, über ein Zusammenwachsen der beiden Einrichtungen auch auf Verwaltungsebene nachzudenken.

Erstes Gespräch zwischen den Bürgermeistern

Weiter sind die Planungen auch noch nicht, wie Beilemann gestern im Gespräch mit dem dk betonte. Bisher sei die Zukunft der Volkshochschulen lediglich in einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister Axel Jahnz und Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas thematisiert worden. Jahnz war auch gestern in der Aufsichtsratssitzung dabei. „Er wollte sich ein Votum einholen, ob er weitere Gespräche führen kann“, erklärte Beilemann.

Kooperation auf mehreren Ebenen möglich

Wie weit die Zusammenarbeit zwischen den Volkshochschulen gehen könnte, stehe in diesem frühen Stadium noch nicht fest. „Von einer Fusion kann man nicht sprechen. Das wäre absolut verfrüht. Es geht darum, zu sehen, wo man Synergieeffekte erzielen kann“, sagte Beilemann. Bei Kursen würde schon viel kooperiert. „Das ist bei der Verwaltung sicher auch möglich.“ Es müsse gesehen werden, wie Doppelstrukturen vermieden sowie Personal und Programm aufeinander abgestimmt werden können. Doch es gibt auch einige Hürden: Die regio-VHS ist beispielsweise ein städtischer Betrieb, die Delmenhorster VHS seit 2004 eine gemeinnützige GmbH.

Jahnz und Beilemann informieren Belegschaft

Nach der Aufsichtsratssitzung informierten Beilemann und Jahnz die Mitarbeiter der VHS über die Planungen. Es sei wichtig, ihnen gegenüber Transparenz zu zeigen: „Der ganze Prozess geht nicht ohne die Beteiligung der Mitarbeiter“, sagte Beilemann. Die Belegschaft sei dem Kooperationsgedanken gegenüber aufgeschlossen. Es gebe aber auch Zukunftssorgen. Diese würden vor allem die Position des Geschäftsführers betreffen, die wegen der aktuellen Planungen noch nicht ausgeschrieben werden kann. Deshalb soll das Thema schnell in die politischen Gremien getragen werden. In Ganderkesee berät der Schulausschuss bereits Ende Juni über das Thema. Auch in Delmenhorst soll es laut Beilemann zeitnah in der Politik behandelt werden.