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Podiumsdiskussion in Markthalle Gesellschaftliche Alterung wirft Fragen nach Pflege auf

07.10.2018, 12:31 Uhr

Delmenhorst altert. Statistiken weisen darauf hin, dass sich die Zahl der Senioren in der Stadt stark vermehren werden. Das wirft Fragen nach der Pflege in der Stadt auf. Um Lösungsansätze aufzuzeigen, lädt die Delmenhorster Universitäts-Gesellschaft zu einer Podiumsdiskussion ein.

Delmenhorst altert. Wie sehr, zeigt ein Blick in die Statistiken der Stadt: Der Anteil der über 75-Jährigen in der Delmenhorster Bevölkerung nimmt seit Jahren stetig zu. Lebten 2007 noch 5930 Menschen über 75 Jahre in der Stadt, waren es 2017 fast 8880 – eine Steigerung von 2950 Senioren. Wie die Statistik weiter Aufschluss gibt, leben insgesamt 12.000 über 70-Jährige in der Stadt – und ihr Anteil wird sich in den kommenden Jahren noch erhöhen. Denn die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst noch: Wie ein Blick auf die Delmenhorster Alterspyramide zeigt, sind die Jahrgänge zwischen 1959 und 1969 am zahlreichsten und steuern mittelfristig das Rentenalter an.

Fragen nach der Pflege sollen erörtert werden

Das alles wirft Fragen im Bereich der Pflege auf, die die Delmenhorster Universitätsgesellschaft zusammen mit dem Seniorenbeirat der Stadt erörtern will: Denn bereits heute ist es um die personelle Ausstattung in der Pflege nicht rosig bestellt. Oftmals ist von der Krise in der Pflege die Rede. Um Lösungsansätze für aufzuzeigen, laden beide Veranstalter am 24. Oktober, 19 Uhr, zu einer eine Podiumsdiskussion in der Markthalle ein. Dabei wird beispielsweise darüber gesprochen, wie ausländische Pflegekräfte oder Roboter eine Hilfe sein können oder wie eine optimale Vorsorge vor dem Eintritt ins Rentenalter aussehen kann. Die augenblickliche Pflegesituation in Delmenhorst wird ebenfalls diskutiert. Auf dem Podium sitzen der Oldenburger Versorgungsforscher Prof. Dr. Andreas Hein, der frühere Chefarzt der JHD-Kinderklinik Dr. Johann Böhmann, Larissa Fenker von der AG Junge Pflege, die hiesige Awo-Chefin Andrea Meyer-Garbe, Birgit Osterloh von der Diakonie und der Caritas-Geschäftsführer Peter Schmitz.