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Politik bei JoWo Systemtechnik Tour in Delmenhorster „Wirtschaftswunder“-Betrieb

Von Kai Hasse | 06.09.2017, 18:22 Uhr

Die Firma JoWo Systemtechnik war Wahlkampf-Station für den FDP-Bundestagskandidaten Christian Dürr. Firmenleiter Johann Woltermann informierte über die internationale Vernetzung des Unternehmens. Sie stellt unter anderem Geräte für Rüstung oder Luftfahrt her.

Wie elektrische Steckverbindungen aus Delmenhorst in die ganze Welt geliefert werden, davon hat sich nun der FDP-Bundestagskandidat Christian Dürr ein Bild verschafft. Er war bei dem Unternehmen JoWo Systemtechnik zu Gast. Firmengründer Johann Woltermann berichtete über die Herausforderungen des weltweiten Vertriebs der Geräte, die unter anderem in Luftfahrt, Forschung und Rüstung eingesetzt werden. Wichtiger Punkt: die Sicherheit der Mitarbeiter in Krisenherden.

Sicherheit genau prüfen

Woltermanns Unternehmen produziert Geräte, die Teile von Waffen werden. Dass er deshalb Mitarbeiter auch in Länder schicken muss, in denen es gefährlich werden könnte, gehört also zum Job. Das gilt auch beispielsweise für Südkorea. „Wir müssen genau prüfen, wie die Sicherheitssituation in diesen Ländern ist“, sagt er. „Ich will kein Witwengespräch führen müssen.“ Wichtigstes Produkt der Firma sind Steckverbindungen, die den extremsten Bedingungen standhalten können: Druck, Kälte, Hitze, in U-Booten oder in Unterwasserkameras bis zu einer Tiefe von 11.000 Metern. Dafür habe man Handelsbeziehungen in die ganze Welt.

Sprache ist keine Hürde

Christian Dürr fand hier die Antwort einer politisch drängenden Frage: „Alle fragen sich, wie es zu den fantastischen Exportwerten Deutschlands kommt“, sagte er, „solche Unternehmen wie dieses hier tragen das aktuelle deutsche Wirtschaftswunder.“ Die Internationalität von JoWo zieht sich auch durch die Mitarbeiterschaft. Knapp 50 Mitarbeiter sind vor Ort, sie kommen aus vier verschiedenen Nationen. Einer der neuesten Mitarbeiter ist ein Elektriker mit Fluchterfahrung aus dem Iran, der plötzlich vor der Tür stand und nach Arbeit fragte. Mehrdad Parvizi Babadi, 52, aus der Nähe von Isfahan, wurde schnell eingestellt. Die Sprache ist keine Hürde, die Woltermann zurückhält. „Wichtig ist, dass er zuverlässig ist. Wir werden ihn anleiten.“ Und Dürr kommentierte: „Der beste Integrationshelfer ist der deutsche Kollege am Arbeitsplatz.“ Deutschland sei eine Einwanderungsnation. Es gelte, Einwanderer schneller und unkomplizierter an eine Arbeit zu bringen.