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Politik greift Thema auf Zahl junger Flüchtlinge steigt in Delmenhorst

Von Frederik Grabbe | 07.10.2015, 21:18 Uhr

Delmenhorst wird künftig eine wachsende Zahl an unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen unterbringen müssen: Dies geht aus einer Vorlage des Jugendhilfeausschusses vor, der am 15. Oktober ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal tagt.

Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) nennt darin neun aktuelle Fälle für die Stadt, ab dem 1. November sollen 29 weitere junge Flüchtlinge in Delmenhorst verteilt werden.

Die Gesetzesnovelle des achten Sozialgesetzbuches, das unter anderen die Unterbringung ausländischer Kinder und Jugendlicher regelt, wird ab dem 1. November in Kraft treten. Es soll etwa die Verteilung der jungen Flüchtlinge auf die Bundesländer neu geordnet werden. Die Kommunen haben demzufolge ihre Betreuung sicherzustellen.

Vormünder an der Grenze

Unter anderem bedeutet das Gesetz neue Pflichtaufgaben für Jugendämter und die Erziehungshilfe im ASD: So sieht es zum Beispiel die Aufnahme von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen in Bereitschaftspflegefamilien oder Inobhutnahmestellen vor. Ämter müssen künftig prüfen, ob eine Person bei Verwandten im Inland oder Ausland aufgenommen werden kann. Zudem sollen umfangreiche Dokumentationen zu jungen Flüchtlingen angefertigt werden.

Aktuell werden sie von zwei Amtsvormündern betreut. Diese sind laut ASD an ihrer Belastungsgrenze angelangt.