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Politik soll Planungsauftrag geben Delmenhorst macht neuen Vorstoß für Parkdeck Am Vorwerk

Von Michael Korn | 18.09.2017, 17:35 Uhr

Die Stadtverwaltung Delmenhorst unternimmt einen neuen Vorstoß für den Bau eines Parkdecks Am Vorwerk. Mit einer Vorlage für den Planungsausschuss am Donnerstag, 21. September 2017 (öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus) will sie sich einen politischen Planungsauftrag für das umstrittene Vorhaben einholen.

Die Stadtverwaltung Delmenhorst unternimmt einen neuen Vorstoß für den Bau eines Parkdecks Am Vorwerk. Mit einer Vorlage für den Planungsausschuss am Donnerstag, 21. September 2017 (öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus) will sie sich einen politischen Planungsauftrag für das umstrittene Vorhaben einholen. Nach ersten Berechnungen würde ein Parkdeck mit 175 Stellplätzen auf zwei Ebenen mehr als zwei Millionen Euro kosten.

Hertie-Investor soll Drittel zahlen

Einen Teil der Kosten will sich die Stadt vom Hertie-Investor DIH zurückholen. Dieser müsste bei der geplanten Einzelhandelsnutzung der Hertie-Immobilie einen Ablösebetrag für nicht selbst geschaffene Parkplätze in Höhe von rund 780000 Euro bezahlen. Mehr als 1,3 Millionen Euro würden demnach über Steuergelder finanziert. Ausdrücklich bekräftigt das Rathaus in seiner Vorlage für die Fraktionen, dass das Parkdeck nicht nur ein Vermarktungsargument für das Hertie-Vorhaben ist, sondern der Geschäftswelt im östlichen City-Bereich insgesamt zugutekomme. Wörtlich heißt es: Die Stellplätze sind somit für alle Innenstadtbesucher nutzbar, innenstadtnah und direkt durch die Passage und über die Jeansgasse von der Einkaufsmeile Lange Straße gut zu erreichen.“ Für die östliche Innenstadt bestehe „die Chance der intensiven Belebung“. Neben der städtebaulichen Reaktivierung des ehemaligen Hertie-Gebäudes sei die Bereitstellung von „guten, dem ganzen Quartier zur Verfügung stehenden, öffentlichen Stellplätzen“ im Bereich Am Vorwerk von „sehr großer Bedeutung“. Erst wenn Delmenhorst als Oberzentrum im Einzelhandel den im Umland lebenden Kunden auch in der östlichen Innenstadt ein gutes Parkraumangebot bieten könne, werde die ganze Fußgängerzone für diese Kunden interessant sein.

Parken „unter der Erde“

Das neue Parkraumangebot soll den Angaben zufolge in Abhängigkeit zur Bodenbeschaffenheit und der Bäume möglichst weitgehend unterhalb der Erde realisiert werden. Zur Entscheidungsfindung sei es notwendig, Varianten für ein Parkdeck zu erstellen. Hierzu werde ein erstes positives Votum der Politik zum möglichen Bau eines Parkdecks Am Vorwerk benötigt. Die zu konkretisierende Planung diene als Grundlage für eine später abschließend zu treffende Entscheidung. Der bestehende Parkplatz mit seinen 79 Stellflächen sei ohnehin sanierungsbedürftig. Mit dem Baumbestand müsse „schonend verfahren“ werden, heißt es.