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Politiker auf dem heißem Stuhl Stuhrer Senioren fühlen Parteien auf den Zahn

Von Kai Hasse | 30.08.2017, 18:01 Uhr

Die Senioren der Gemeinde Stuhr können ihren Bundestagskandidaten auf den Zahn fühlen: Der Seniorenbeirat hat die Bewerber der vier im Gemeinderat vertretenen Parteien zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

Der Seniorenbeirat in Stuhr will den Anwärtern für den Bundestag auf dem Wahlkreis Diepholz auf den Zahn fühlen. Die Kandidaten von CDU, SPD, Grünen und FDP sollen am Dienstag, 12. September, auf dem Podium sein. Kandidaten der Linken und der AfD wurden nicht eingeladen.

Augenmerk auf lokale Themen

Der gastgebende Seniorenbeirat will sich laut Chefin Dagmar Bischof speziell mit lokalen Themen auseinandersetzen. Der Beirat legt sein Augenmerk dabei speziell auf die Kandidaten der Parteien, die auch im Gemeinderat vertreten sind. Die Kandidaten Jürgen Abelmann (Linke) und Karl-Heinz Gerd Breternitz (AfD) fallen somit raus. Vertreten sind Axel Knoerig (CDU), Tevfik Özkan (SPD), Klaus-Joachim Schmelz (Grüne) und Alexander Carapinha Hesse (FDP). Sie werden begleitet von ihren Ortsverbandsvorsitzenden.

„Es gibt auch eine Wahlpflicht“

Unter dem Motto „Bürger fragen – Politiker antworten“ sollen die Kandidaten alle Fragen, die den älteren Menschen ihrer Region unter den Nägeln brennen, beantworten. Moderiert wird die Veranstaltung von Norbert Kunze von Radio Bremen.

„In Anbetracht der Tatsache, dass immer weniger Bürger ihr Wahlrecht nutzen, hoffe ich doch sehr, dass den Menschen in unserem Land wieder bewusst wird, dass freie Wahlen nicht nur ein Recht sind, sondern dass es auch eine Wahlpflicht gibt“, meint Bischof.

Gerade Senioren haken nach

Die Zahl der älteren Menschen in der Gemeinde werd immer mehr ansteigen, prognostiziert die Beirats-Vorsitzende. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Politik für ältere Menschen nicht nur Politik für Seniorinnen und Senioren bedeutet, sondern auch mit ihnen.“ Es seien gerade die Senioren, die ihr Wahlrecht vorbildlich wahrnähmen, sich informierten und kritisch hinterfragen würden.

Die Veranstaltung wird am 12. September um 18 Uhr im Rathaus Stuhr beginnen.