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Polizei und „Brücke“ laden ein Sommerfest gibt Einblick bei Delmenhorster Verein

Von Mareike Bader | 06.09.2017, 09:31 Uhr

Das Sommerfest sei eine Teamleistung, sagt Kai Kaufmann. Mit auf dem Programm am Sonntag: Oldtimer-Fahrten mit Oberbürgermeister Axel Jahnz.

Vor sechs Jahren hat der Verein Brücke für seine ambulanten Angebote für straffällige junge Menschen in Adelheide ein neues modernes und offenes Zuhause gefunden. Am Sonntag findet hier zum vierten Mal das gemeinsame Sommerfest vom Verein und der Polizei statt.

„Das ist eine gute Gelegenheit jedem einen Einblick in unsere Arbeit zu geben“, sagt „Brücke“-Geschäftsführerin Sandra Schier. „Das Programm steht“, freut sich Kai Kaufmann, stellvertretender Geschäftsführer. Ab 11 Uhr wird rund ums Haus der „Brücke“ in der Wissmannstraße 35 gefeiert. Dabei gibt es auch Hausführungen, bei denen die Arbeit der „Brücke“ vorgestellt wird. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und andere Aktionen, wie Kicker oder Wasserspiele der Feuerwehr, die auch ihr Löschfahrzeug zeigt.

Oldtimer-Fahren mit Oberbürgermeister Jahnz

„Das Fest ist eine absolute Teamleistung“, unterstreicht Kai Kaufmann. Zu den Highlights zählt für ihn die Oldtimer-Fahrt mit Oberbürgermeister Axel Jahnz. Dieser sei ein großer Auto- und Oldtimerfan und wird gegen eine Spende eine Fahrt mit seinem alten LKW anbieten.

Ab etwa 12 Uhr kann man mit dem Oberbürgermeister eine Tour drehen, sagt Jörn Stilke, leitender Kriminaldirektor. Auf seine Idee geht das Sommerfest zurück. „Das ist eine schöne Art zusammenzuarbeiten“, sagt Kai Kaufmann.

„Die Brücke ist eine wichtige Einrichtung in der Stadt“, bekräftigt Stilke. Das Angebot sei eine tolle Möglichkeit, um Jugendliche, die den Kurs verloren haben, wieder auf den richtigen Weg zu bringen. „Das hat einen hochpräventiven Charakter, was hier geleistet wird“, lobt Stilke.

Wenige Parkplätze vor Ort

Bis 15 Uhr geht das Fest. Diese Zeit habe sich in der Vergangenheit bewährt, sagt Kai Kaufmann. Die Zufahrt sei problemlos möglich, da die Sperrung an der Wissmannstraße wieder aufgehoben sei, erklärt er. Viele Parkplätze gibt es dort allerdings nicht. „Am liebsten mit dem Fahrrad kommen“, rät Kaufmann.

Fahrräder können auch vor Ort gekauft werden. Denn die „Brücke“ hat eine Fahrrad- und Holzwerkstatt, in die die straffälligen Jugendlichen pädagogisch begleitet eingebunden werden. 80 Prozent der Jugendlichen, durchlaufen das sechs- bis zwölfmonatige Programm bis zum Ende, sagt Sandra Schier stolz.

Codierungs-Aktion für Fahrräder

Zum Sommerfest gibt es einen Sonderverkauf von Fahrrädern und kleinen Holzarbeiten. Das aufgemöbelte Gebrauchtfahrrad kann dann auch gleich codiert werden. Für die Codierung seien Kaufnachweis und Personalausweis nötig, erklärt Kaufmann.

Die Arbeit der „Brücke“ bringe immer wieder gute Erfolge, sagt Stilke. Kai Kaufmann berichtet vom Kontakt zu Ehemaligen, die er manchmal auch später mit Familie auf dem Sommerfest getroffen habe. „Das bestärkt uns“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer.

Weitere Informationen sowie den Flyer zum Sommerfest gibt es auf der Homepage der „Brücke“