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Polizeiaktion in Delmenhorst Taucher finden Tresore und Geldschublade in Wolleparksee

Von Eyke Swarovsky und Johannes Giewald | 22.05.2017, 11:15 Uhr

Im Zusammenhang mit Maßnahmen, die seit längerer Zeit im Bereich des Wolleparks vorgenommen werden, unternimmt die Polizei seit Montagmorgen einen weiteren Schritt. Nach kurzer Zeit stießen die Beamten bereits auf relevante Funde.

Wie die Polizei mitteilt, suchen seit Montagmorgen Taucher der Zentralen Polizeidirektion Oldenburg den Wolleparksee ab. „Nach den bisherigen Maßnahmen, die wir hier hatten, liegt die Vermutung nahe, dass wir hier Diebesgut finden könnten“, sagte Polizeihauptkommissar Michael Lüken zu Beginn der Maßnahmen.

Und es scheint, als hätten die Beamten den richtigen Riecher. Bereits nach wenigen Minuten im Wasser konnte der erste Tresor geborgen werden. Wenige Minuten später waren es schon zwei. Beide Safes waren leer.

Ziel ist es den ganzen Teich abzusuchen, wie lange das dauern wird, hänge davon ab, was noch gefunden wird und wie sich das Wasser entwickelt. „Auf Sicht tauchen können wir nicht“, sagte Alexander Hespe, verantwortlicher Leiter der Taucheinheit aus Oldenburg.

Per Tasten Meter für Meter durch den Teich

Systematisch bewegte sich der Taucher durch das Wasser. Geleitet wurde er dabei von einer Leine, über die er auch per Kabel im Gesprächskontakt mit den Beamten am Ufer war. „Der Taucher bewegt sich über dem Grund und fasst alles an, was er findet“, erklärte Hespe. Blind und allein durch das Erfühlen der Gegenstände konnte er ausmachen, ob es sich um verdächtige Objekte handelte.

Dabei zog der Beamte im Wasser auch allerhand andere Gegenstände wie ein Skateboard, Baustellenschilder, Radfelgen und anderen Hausrat aus dem Teich.

Gefundene Objekte werden zugeordnet

Bis zum Nachmittag hatte die Polizei den Teich von zwei Seiten durchsucht. Es wurde noch eine Geldschublade und zwei Handtaschen samt Inhalt gefunden. Die Fundstücke wurden in einem großen Container gelagert. Ermittlergruppen versuchen nun anhand der individuellen Merkmale, gegebenenfalls mittels eingravierter Nummern, die Funde zuzuordnen. „Da müssen wir abwarten, ob es weitere Erkenntnisse für laufende Ermittlungen gibt“, sagte Einsatzleiter Lüken.

Die Beamten wollten sich auch nicht darauf festlegen, ob es sich bei den Fundstücken um Diebesgut handele. „Wir überprüfen das in Ruhe“, sagte Lüken.

Nächster Schritt nach Razzia

Im März hatten Polizei, Ordnungsbehörde und Zoll mit rund 100 Einsatzkräften bereits eine groß angelegte Razzia im Wollepark durchgeführt, bei der zwei Haftbefehle vollstreckt und die Personalien von mehr als 230 Personen festgestellt wurden. In den Zusammenhang dieser Maßnahmen gehört auch der Einsatz der Taucher.