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Präventionsprogramm im Maxx Simuliertes Rauscherlebnis im Delmenhorster Kino

Von Dirk Hamm | 17.11.2015, 18:26 Uhr

Eine zweitägige Präventionsaktion im Maxx-Kino soll hunderten Schülern die Gefahren von Alkohol und Nikotin verdeutlichen. Jeder sechste Jugendliche betrinkt sich einmal pro Monat.

Schon am Vormittag hat sich gestern Kinosaal 7 im Maxx Delmenhorst bis auf den letzten Platz gefüllt – dabei wurde gar kein Blockbuster gezeigt: Hunderte Jugendliche sahen den nur den wenigsten bekannten Film „Das Lächeln der Tiefseefische“ als Bestandteil einer Präventionskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Im Visier des Aufklärungsprogramms, für das die BZgA die für Suchtprävention zuständigen Stellen des Landkreises Oldenburg und der Stadt Delmenhorst sowie Kinobetreiber Michael Krafczyk ihre Kräfte gebündelt haben, standen die Alltagsdrogen Alkohol und Nikotin.

Spezialbrillen simulieren Alkoholrausch

Insgesamt rund 900 Jugendliche und Lehrkräfte der siebten und achten Jahrgänge verschiedener Berufs-, Ober- und Realschulen aus dem Landkreis und der Stadt haben gestern und heute an den JugendFilmTagen Nikotin und Alkohol im Delmenhorster Maxx-Kino teilgenommen. Zur Vor- und Nachbereitung der Aktionen und der Filmvorführung hat die Bundeszentrale Arbeitsmaterialien für den Unterricht zur Verfügung gestellt.

Im Foyer des Kinos ist an beiden Tagen ein Parcours aufgebaut worden, der den Schülern die Präventionsbotschaft über die Gefahren des Konsums von Alltagsdrogen auf spielerische Weise nahebringen soll. An der Station Promille-Run erleben die Jugendlichen beispielsweise mithilfe aufgesetzter Spezialbrillen einen simulierten Rausch und erhalten einen Eindruck davon, wie stark die Wirkung des Alkohols ihre Wahrnehmungsfähigkeit einschränkt. Der anschließend gezeigte Film soll dann nach Angaben der BZgA „emotionale Impulse setzen, damit sich Jugendliche mit dem Thema Alltagsdrogen auseinandersetzen“.

Immer mehr probieren E-Shishas und E-Zigaretten

Laut den Presseinformationen zu dem Präventionsprojekt hat sich der Anteil der rauchenden Jugendlichen in den vergangenen Jahren mehr als halbiert. „Dieser erfreulichen Entwicklung steht das zunehmende Ausprobieren von E-Shishas und E-Zigaretten bei den Zwölf- bis 17-Jährigen entgegen. Das birgt die Gefahr, darüber den Einstieg in das Rauchen von Tabak zu finden“, heißt es in der BZgA-Mitteilung weiter. Außerdem betrinke sich jeder sechste Jugendliche mindestens einmal pro Monat.