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Projekt „Kunst trifft Sprache“ Delmenhorster Galerie fördert weibliche Flüchtlinge

Von Thomas Breuer | 30.05.2016, 22:06 Uhr

Kunst trifft Sprache, allwöchentlich für eine Doppelstunde in der Städtischen Galerie Haus Coburg.

Seit März kommen dort um die zwölf aus Afghanistan geflüchtete Frauen regelmäßig zusammen, um sich – angeleitet von der studierten Kunstvermittlerin Aneta Palenga – mit ausgestellten Kunstwerken auseinanderzusetzen und darüber Zugang zur deutschen Sprache zu finden. Der Kontakt entstand über eine ehrenamtliche Integrationslotsin.

Die Kursleiterin ist selbst ganz gespannt

Aneta Palenga, die das Konzept maßgeblich entwickelt hat, ist jedes Mal selbst gespannt, welcher Ansatz besonders gut funktioniert und welcher eher nicht. Dabei funktioniert augenscheinlich vieles gut. Beim Abzeichnen von Obst etwa kommt die Frage nach Frage nach der Bezeichnung „Stiel“ auf und schon führt der Weg weiter zu einem Baumstamm in der aktuellen Ausstellung von Gabriela Oberkofler.

SI-Frauen fördern schon das dritte Projekt

Der Service-Club Delmenhorst der Soroptimist International Deutschland (SI-Club Delmenhorst) hat das Projekt „Kunst trifft Sprache“ als besonders förderungswürdig erachtet und am Montagvormittag durch seine Präsidentin Regina Ungethüm-Meißner sowie die Delegierte Vera Gowarsch einen Scheck über 1500 Euro übergeben. Es ist das dritte gemeinnützige Projekt, dass die derzeit 18 Frauen mit dem Erlös aus ihrem 2015 erstmals aufgelegten Adventskalender fördern. „Eine Neuauflage in diesem Jahr ist geplant“, sagt die Präsidentin.

Galerieleiterin: „Da passt etwas.“

Derweil freut sich Galerieleiterin Dr. Annett Reckert darüber, dass ihr Haus durch den Kurs weit mehr als musealen Charakter entwickelt. Die in der Kaserne in Adelheide untergebrachten Afghaninnen, die per Bus zum Teil mit ihren Kindern kommen, würden das Haus Coburg anscheinend auch als Schutzraum wahrnehmen und sich heimisch fühlen. „Da passt etwas“, ist sie überzeugt.