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Publikum feiert Blues Company Bluesrock zum Mitklatschen in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 18.12.2016, 16:24 Uhr

Die vor gut drei Jahren in die gastronomischen Jagdgründe eingegangene Kerem-Kulturkneipe, sie könnte endlich einen würdigen Nachfolger gefunden haben – was die Ausrichtung regelmäßiger kleinerer Konzertereignisse in Delmenhorst betrifft.

Das mit 150 Besuchern ausverkaufte Gastspiel der Blues Company zeigte am Samstagabend im Lokal Riva erstmals das in dieser Hinsicht vielversprechende Potenzial des dortigen Eventbereichs auf.

Die Atmosphäre eines intimen Konzertabends war vom Start weg gegeben, und auch die Akustik stimmte. Der eine oder andere eingeschworene Fan der Formation bemerkte zwar klangliche Nuancen zum Kerem, wo die Blues Company über mehr als 25 Jahre regelmäßig aufgetreten war , das Gesamtpaket aber stimmte.

Leichtes Spiel mit dem Publikum

Ohne die Leistung von Bandgründer Todor „Tosho“ Todorovic und seinen Mitstreitern schmälern zu wollen: Sie hatten leichtes Spiel mit ihrem Publikum, das für den Auftritt teils von weiter her angereist war.

Worauf sich der Kultstatus der Band gründet, das machte der Abend schnell deutlich. Die Blues Company verlegt sich nicht auf puristische Bluesklänge, ist vielmehr im Bluesrock zu Hause und liefert, nun ja, Blues zum Mitklatschen. Bandleader Tosho spricht sein Publikum wie gute Freunde an, hat zudem ein paar kleine Anekdoten parat – etwa zum Erfolg des Songs „Silent Night“ in der postkommunistischen Ära Osteuropas.

Songs vom neuen Album und Klassiker

Der gefeierte Auftritt der Blues Company bot breiten Einblick in ihr neues Live-Album „Old, new, borrowed but blues“, aber auch intensiv interpretierte Klassiker wie „Baby, please don’t go“ – von Mike Titre mit der Bluesharp wunderbar in Szene gesetzt. Mit diversen Zugaben, stehenden Ovationen und einem dicken Lob der Band für die Lokalität fand der Abend ein erst spätes Ende.

Zed Mitchell kommt am 4. Februar 2017

Veranstalter des Gastspiels war die Delmenhorster Agentur Pro Public von Dieter Freese. Mit Riva-Gastronom Tarik Cirdi arbeitet er daran, dass der Konzertabend keine Eintagsfliege bleibt. Einmal im Monat sei so etwas denkbar, sagt Freese. Mit Zed Mitchell ist der nächste Künstler für Samstag, 4. Februar, bereits verpflichtet. Auch so ein Bekannter aus den vergangenen Zeiten der Kerem-Kulturkneipe, deren langjähriger Betreiber Ekrem Kurku am Samstag ebenfalls im Publikum war.