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Qualitäts-Zertifikat überreicht Auszeichnung für Klinik am Josef-Hospital Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 06.07.2017, 19:19 Uhr

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Josef-Hospital Delmenhorst darf sich ab sofort Endo-Prothetik-Zentrum (EPZ) nennen. Das Zertifikat verspricht auch steigende Patientenzahlen.

An der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Josef-Hospital wird bei der Implantation von künstlichem Schulter-, Hüft- und Knie-Gelenkersatz gute Arbeit geleistet. Das haben Klinikdirektor und Chefarzt Jörg Retzlaff sowie Chefarzt Dr. Markus Philipp jetzt schriftlich.

Nur ein Viertel der Krankenhäuser hat Zertifikat

Ihr Haus darf sich ab sofort Endo-Prothetik-Zentrum (EPZ) nennen. Grundlage dafür ist das zuerkannte Qualitäts-Zertifikat nach EndoCert, über das in Deutschland lediglich ein Viertel der Krankenhäuser verfüge.

„Damit erfüllt das jüngst ernannte Zentrum wissenschaftlich beleg- und überprüfbare Kriterien, die zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität sowie einer Erhöhung der Patientensicherheit führen“, so JHD-Sprecherin Jasmin Nowak. Maßgeblich seien unter anderem eine interdisziplinäre Behandlung, konsequente Patientenbegleitung und ausführliche Patientenkommunikation, Standards in der Aus-, Weiter- und Fortbildung aller beteiligten Berufsgruppen sowie die Teilnahme an externen Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Steigende Patientenzahlen zu erwarten

Für sein Haus, stellt Retzlaff, dar, sei das Zertifikat von großer Bedeutung. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die uns neben den steigenden Patientenzahlen die hohe Qualität unserer Arbeit bestätigt“, sagt er. Um gleichbleibende Standards des Endo-Prothetik-Zentrums sicherzustellen, erfolgen jährlich stichprobenweise weitere Überwachungsaudits. Alle drei Jahre bedarf es demnach einer erneuten Beantragung.

Für die Zertifizierung waren verschiedene Kriterien zu erfüllen. „Wesentliche Elemente des Zertifizierungsverfahrens sind etwa die Überprüfung der Struktur- und Prozessqualität sowie der Ergebnisqualität“, sagt Dr. Philipp.

Für Patienten mit fortschreitendem Gelenkverschleiß

Das Endo-Prothetik-Zentrum im JHD setzt auf minimalinvasive und gewebeschonende Eingriffe, wenn eine Gelenkprothese, auch Endoprothese genannt, benötigt wird. Betroffen sind Patienten mit fortschreitendem Gelenkverschleiß, der meist mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergeht. Zu den am häufigsten betroffenen Gelenken zählen Hüfte, Knie und Schulter.

Für den Ersatz von Knie- und Hüftgelenken bietet das Endo-Prothetik-Zentrum im JHD eine individuelle Endoprothetik an. Minimalinvasive Zugangswege ermöglichen es dabei, Weichteile, Sehnen und Muskeln während des Eingriffs zu schonen und das Risiko für Schäden des gesunden Gewebes so gering wie möglich zu halten.

Enge Zusammenarbeit mit anderen JHD-Kliniken

Durch die enge Zusammenarbeit mit den im JHD ansässigen Kliniken für Innere Medizin sowie Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie und weiteren Abteilungen erhalten die Patienten die notwendige Vor- und Nachsorge bei allen endoprothetischen Eingriffen direkt vor Ort. Schwer kranke Patienten werden für eine sichere Nachbehandlung gegebenenfalls auf der Intensivstation versorgt.

Abgerundet wird das Angebot durch die Sturzprävention, die von der Abteilung Physiotherapie geleistet wird. Der Sozialdienst wiederum hilft nach dem Eingriff bei der organisatorischen Abwicklung der Nachversorgung, etwa bei der Beantragung einer medizinischen Rehabilitation.