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Quergedacht Ein Katertag wenn nix mehr geht

Eine Kolumne von Marco Julius | 13.09.2017, 11:26 Uhr

Die spinnen, die Briten. Das ist schon klar. Linksverkehr, Brexit, traditionell komplettes Versagen beim Elfmeterschießen, Full English Breakfest, die unbändige Liebe zu Rick Astley: Vor allem die Engländer haben zuweilen nicht mehr alle Teetassen im Schrank. Jetzt aber könnte eine Idee eines englischen Unternehmens auch bei uns Schule machen.

Die Angestellten einer Londoner Firma dürfen sich nach einem feuchtfröhlichen Abend mit zuviel Bier am nächsten Morgen ganz einfach abmelden. Die Emojis für Musik, Bier und Krankheit ins Handy getippt und ins Büro gesendet – und schon kann man seinen gepflegten Rausch ebenso gepflegt ausschlafen. Bis zu vier Katertage im Jahr genehmigt die Firma auf diese Weise. Well done. So müssen die Mitarbeiter sich nicht umständlich Krankheiten wie Hüftschnupfen oder Katheterpeter ausdenken oder sonst wie lügen. Wer lügt, dem droht schließlich die Hölle, und in der gibt es bekanntlich gar kein Bier. Im Fegefeuer, noch schlimmer als kein Bier, gibt es nur alkoholfreies. Kann keiner wollen. Ein trinkfreudiger Engländer schon gleich gar nicht. Cheers!