Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Rabbinerin spricht im Rathaus Stadt Delmenhorst gedenkt Pogromopfer

Von Jan Eric Fiedler | 04.11.2016, 07:28 Uhr

Zur Gedenkstunde für die Opfer der Novemberpogrome im Jahr 1938 lädt die Stadtverwaltung am Mittwoch, 9. November, um 14.30 Uhr in den großen Sitzungssaal des Rathauses ein.

Vor 78 Jahren fiel auch die Delmenhorster Synagoge an der Cramerstraße einer Brandstiftung zum Opfer. Neben Oberbürgermeister Axel Jahnz sprechen in diesem Jahr Pedro Benjamin Becerra (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst), Alina Treiger (Rabbinerin der Gemeinden Oldenburg und Delmenhorst) sowie Dr. Enno Konukiewitz (Vorsitzender des ev.-luth. Kreiskirchen-Verbandes Delmenhorst).

Kranzniederlegung am Friedhof

Dem Gedenken an die Opfer der Pogromnacht schließt sich ein Gang zur ehemaligen Synagoge und zum jüdischen Friedhof an der Syker Straße an, wo am Mahnmal Kränze niedergelegt werden. Musikalisch umrahmt wird der Gedenktag von der Gruppe Liederfolk. Zum traditionellen christlichen Vorabendgebet lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Delmenhorst bereits am Dienstag, 8. November, um 20 Uhr in die evangelischfreikirchliche Gemeinde an der Onckenstraße 22 ein.

Konzert in der Stadtkirche

Darüber hinaus wird am Mittwoch, 9. November, ein Konzert zum Gedenken an die Pogromnacht in der Stadtkirche am Kirchplatz angeboten. Ab 20 Uhr singen und spielen Sibylle Kynast und das Weltmusikensemble Lieder in Erinnerung an die Opfer der Schoah. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.