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Rat Delmenhorst hat entschieden Förderschüler weichen auf Fröbelschule aus

Von Kai Hasse | 23.10.2018, 22:41 Uhr

Die Räume der Fröbelschule sollen für den Unterricht der Schule an der Karlstraße genutzt werden. Das hat der Rat der Stadt entschieden. Bei der Umsetzung dieses Punktes war Eile geboten – aus Sicht der SPD auch zu viel Eile.

Die Förderschule an der Karlstraße ist zu klein geworden für den laufenden Betrieb. Deshalb soll nun die zuletzt leer stehende Fröbelschule den gewünschten Raum bieten. Das hat der Stadtrat entschieden. In der Fröbelschule soll Platz für 32 Schüler eingerichtet werden.

Kurzfristige Entwicklung

Dass es an Platz mangelt, hatte sich erst kurzfristig gezeigt. Das erklärte der Erste Stadtrat Markus Pragal auf Kritik der SPD-Fraktionschefin Bettina Oestermann. Die hatte bemängelt, dass das Ansinnen, die Fröbelschule als Aushilfsstandort zu nutzen, sehr kurzfristig in die Diskussion geriet. Es habe im Mai bereits eine Planung und Unterlagen zu diesem Punkt gegeben. Dennoch habe er erst jetzt seinen Weg in die politische Diskussion gefunden. „Wir hätten es auch gern im Fachausschuss behandelt“, sagte Oestermann. Pragal erläuterte, dass siech der Förderbedarf einiger Schüler erst im laufenden Schuljahr gezeigt habe, weshalb es entsprechende Versetzungen gegeben hatten. Deshalb habe sich der dringende Handlungsbedarf erst sehr kurzfristig gezeigt. Und die Fröbelschule sei schließlich die machbarste Variante gewesen.

148 Schüler erwartet

Derzeit werden in der Schule an der Karlstraße 139 Schüler unterrichtet. Für das noch laufende Jahr wird ein Anwachsen auf insgesamt 148 Schüler erwartet. Alle Möglichkeiten der Schule, Fach- Ruhe- oder Therapieräume für den Unterricht umzuwidmen, sind ausgeschöpft.