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Rathausmodell Delmenhorst korrigiert Standort-Panne

Meinung – Michael Korn | 20.05.2016, 21:33 Uhr

Das Rathaus rühmt sich, die Standort-Panne beim Rathausmodell unbürokratisch und mit konstruktivem Blick für alle Interessenlagen positiv gelöst zu haben. Der Vorgang bleibt jedoch blamabel und muss in den Zusammenhang mit Marktbrunnen und Blindenspur gestellt werden.

Das Delmenhorster Rathaus rühmt sich, die Standort-Panne beim Rathausmodell unbürokratisch und mit konstruktivem Blick für alle Interessenlagen positiv gelöst zu haben. Das Ergebnis der Kontroverse und am Ende wochenlangen Überlegungen für eine bessere Lage mag man am Ende so beurteilen – der Vorgang an sich ist blamabel und muss im Zusammenhang mit der Platzierung des neuen Marktbrunnens sowie des Blindenstreifens gesehen werden. Die Leitspur für Sehbehinderte wird in Höhe Standesamt nämlich ständig überparkt, zweimal die Woche von Marktständen blockiert und führt mitten durch die Außenbestuhlung des MarktEins. Auch das Rathausmodell ist mitten zwischen Tische und Stühle gezwängt worden. Das 121000 Euro teure Wasserspiel, über dessen Gestaltung sich trefflich streiten lässt, fristet von Rat und Verwaltung an den Rand gedrängt ein Schattendasein und kann so seine eigentliche Funktion als Mittel- und Treffpunkt nicht erfüllen. Auch der Brunnen hätte wie jetzt das Rathausmodell verlegt werden müssen. Am Ende bleiben die Fragen, wer in der Verwaltung für derartige Fehlplanungen verantwortlich ist, wie hoch die Kosten für nachträgliche Korrekturen sind und warum die Ratspolitik sich in diesen Fragen nicht kritischer einschaltet.