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Regionalchef reagiert auf Leserbrief AOK Niedersachsen bekräftigt stabile Beitragssätze

07.01.2016, 16:18 Uhr

Die Allgemeine Orts Krankenkasse (AOK) hat Äußerungen in einem Leserbrief im dk vom 6. Januar als „Stimmungsmache“ und nicht zutreffend zurückgewiesen.

AOK-Regionaldirektor Jan-Gerd Indorf bekräftigte, dass die Beitragssatzstabilität der AOK Niedersachsen ebenso wenig zur Diskussion stehe wie die umfassenden Zusatzleistungen.

Indorf: „Kein Zusamenhang mit Flüchtlingszahlen“

Auch einen Zusammenhang zwischen Beitragssätzen und Flüchtlingszahlen wies Indorf zurück: „Wenn in dem Leserbrief die Behauptung aufgestellt wird, Flüchtlingsströme würden die gesetzlichen Krankenkassen zu Beitragsanhebungen zwingen, so zeugt dies von Unkenntnis.“ Den Versichertengemeinschaften entstünden keinerlei Kosten. Selbst wenn in Niedersachsen die Gesundheitskarte für Flüchtlinge eingeführt werde, blieben die Kommunen Kostenträger für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge. Sämtliche Aufwendungen werden den Kassen laut Indorf erstattet. Es würden alle Krankenkassen entsprechend ihres Marktanteils beteiligt und es werde sich um ein kostenneutrales Auftragsgeschäft handeln.

„Zuwanderer tendenziell gesünder als Durchschnitt“

Indorf: „Menschen, die als Zuwanderer in Deutschland bleiben, werden mit Blick auf die Altersstruktur voraussichtlich tendenziell gesünder sein als der bisherige Durchschnitt der Krankenversicherten. Einen Einfluss auf die Beitragssätze der Krankenkassen zu konstruieren, entbehrt damit jeglicher Grundlage.“