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Marktrundgang in Delmenhorst Regionale und internationale Vielfalt vom Gemüsehof Windhorst

Von Niklas Golitschek | 01.08.2019, 15:56 Uhr

Einen der größten Stände auf dem Wochenmarkt in Delmenhorst besitzt Friedhelm Windhorst. Der Obst- und Gemüsehändler bietet frische Waren aus der Region, kauft aber auch internationale Ware aus dem Großhandel.

Die Vielfalt auf dem Delmenhorster Wochenmarkt beeindruckt Friedhelm Windhorst immer wieder. Der Obst- und Gemüsehändler aus Groß Mackenstedt kennt den Markt seit mehr als 50 Jahren und beschickt in inzwischen in dritter Generation. „Es ist alles da – und der Markt wird sehr gut angenommen“, findet er.

Rund 60 Artikel

Mit rund 60 Artikeln trägt auch Windhorst selbst zu eben dieser Vielfalt bei. „Teils habe ich auch mehrere Sorten und Größen“, merkt er an. „Süß oder sauer?“, fragt er etwa, als ein Kunde einen Apfel kaufen möchte. Der scheint verunsichert, was er eigentlich möchte – es sei für eine Sangria, erklärt er. Da hat der Händler gleich die passende Sorte parat. „Da würde ich lieber Jonagold nehmen“, sagt er und packt den Apfel in die Tüte.

Doch – und daraus macht Windhorst keinen Hehl – stammt nicht alles aus eigener Produktion. „Ich vertreibe nur“, sagt er. Die Salate beziehe er beispielsweise von einem Gemüsebauern aus Groß Mackenstedt, die Gurken aus Visbek. Alles, was aus dem Ausland importiert wird, etwa Nektarinen, holt Windhorst vom Großmarkt in Bremen. „Ich kann das Land sagen, aber nicht die genaue Herkunft“, räumt er ein.

Auf dem heimischen Hof betreibt Windhorst auch etwas Landwirtschaft und mit Getreide Ackerbau. Dreimal wöchentlich ist er auch in Delmenhorst mit seinem Stand vertreten. „Wir sind schon ein paar Mal umgezogen hier“, sagt er und lacht. Seine Eltern standen noch auf dem Hans-Böckler-Platz. Doch auch auf dem Marktplatz in seiner jetzigen Form wirkt der Obst- und Gemüsehändler zufrieden. „Wir kommen ganz gut mit der Stadt zurecht“, betont er.

Nächste Generation in den Startlöchern

Nach aktuellen Plänen dürfte der Stand auch in den kommenden Jahren weiterhin auf den Wochenmärkten in der Innenstadt sowie in Düsternort zu finden sein. „Die vierte Generation steht in den Startlöchern“, verrät der Hädnler, der den Betrieb bald an seinen Sohn übergeben möchte. Wie einst der senior kennt der die Märkte ebenfalls seit seiner Kindheit.