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Ringen um Firmen-Ansiedlungen Kampfansage beim Gewerbe an Delmenhorst

Von Michael Korn | 20.07.2017, 10:41 Uhr

Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungs GmbH fordert neues Gewerbebauland im Stadtgebiet: Hintergrund ist die Offensive aus dem Landkreis Oldenburg, wo in strategisch empfindlicher Konkurrenzlage ein 20 Hektar großes Industriegebiet an der B213 entsteht.

Im Ringen mit den Nachbargemeinden um die Ansiedlung von Unternehmen setzt die Delmenhorster Wirtschaftsförderung auf neue große, aber auch kleinteilige Gewerbegebiete im Stadtgebiet. Hintergrund ist die Kampfansage aus dem Landkreis Oldenburg: In zwei Jahren soll Delmenhorst an der Bundesstraße 213 und in damit in direkter Anbindung zur Autobahn A 1 ein 20 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet vor die Tür gesetzt werden.

Delmenhorst top angebunden

Auf die dk-Frage, ob die Gewerbe-Offensive aus dem Nachbarkreis die Vermarktungschancen für die Delmenhorster Gewerbegrundstücke schmälert, verweist Eduard Ruppel, Prokurist der Delmenhorster Wirtschaftsförderungs Gesellschaft mbH, auf die eigenen Standortvorteile: „Vor dem Hintergrund des neuen interkommunalen Gewerbegebietes der Gemeinden Wildeshausen, Dötlingen und Prinzhöfte sowie der Auswirkungen auf die Vermarktungschancen der Gewerbeflächen im Stadtgebiet kann ich Ihnen mitteilen, dass der Wirtschaftsstandort Delmenhorst im Hinblick auf die Lage sowie Erreichbarkeit über eine hervorragende verkehrliche Anbindung unter anderem über die A1 und A28 sowie die Bundesstraße 75 verfügt. Zudem punktet Delmenhorst mit einer überregionalen Anbindung an den Schienenverkehr, die Nähe zum Flughafen Bremen (rund zwölf Autominuten) sowie den Vorteilen einer kreisfreien Stadt mit allen Behörden und Einrichtungen, die auf kurzen Wegen erreicht werden können. Dies wird uns durch Unternehmer sowie Investoren und die hohe Nachfrage nach Gewerbe- und Industrieflächen bestätigt.“ Vor diesem Hintergrund bedarf es laut Ruppel der Ausweisung weiterer groß- sowie auch kleinteiliger Gewerbe- und Industrieflächen im Stadtgebiet. Das Thema interkommunale Zusammenarbeit rücke in den Fokus jeder Kommune und sei „ein Thema, welches auch von den Fördermittelgebern zunehmend in den Richtlinien und Regelungen gefordert wird.“!

Noch viel frei im „GUT“

Größtes Gewerbegebiet in der Stadt mit noch freien Baugrundstücken für Firmen ist das „GUT Langenwisch“, das nach einigen Anlaufschwierigkeiten zumindest peu-a-peu Betriebe zur Ansiedlung motivierte. Laut Internetseite der Wirtschaftsförderung sind aber immer noch 8,6 Hektar von elf verfügbar. Auch am Delmenhorster Dreieck stehen 1,1 Hektar leer. Die größten privaten Flächen, so laut dwfg, sind verfügbar an der Richtstraße (ehemals AHS Prüftechnik), Nienburger Straße (ehemals Praktiker/Max Bahr) und an der Nordenhamer Straße (ehemals Nordica).