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Rückgang der Menschen ohne Job Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bereits spürbar

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 01.03.2016, 18:21 Uhr

Bei gleichbleibender Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent ist die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Delmenhorst um 16 Personen auf 4364 Betroffene gesunken. Gleichzeitig wurden verstärkt freie Stellen gemeldet.

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Delmenhorst bleibt mit aktuell 11,1 Prozent im Vergleich zum Januar sowie zum Vorjahresmonat konstant. Gleichwohl ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar vor Ort um 16 auf derzeit 4364 Personen gesunken. In Verbindung mit der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften sind das für Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Delmenhorst, deutliche Indizien für eine bevorstehende Frühjahrsbelebung. „Das sind erste Vorboten“, so die Agenturchefin. Ihren Angaben zufolge präsentiert sich der Markt konstant, die Arbeitgeber seien optimistisch, die Prognosen durchweg positiv.

Im gesamten Delmenhorster Agenturbezirk, der neben der Stadt Delmenhorst auch die Gemeinde Ganderkesee umfasst, blieb die Arbeitslosenquote mit 9,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat ebenfalls konstant. Im Vorjahresmonat lag sie noch bei 9,3 Prozent. Aktuell sind hier 5098 Männer und Frauen ohne Job, Ende Januar waren es 5110 und im Februar 2015 noch 5200 Arbeitslose.

Mangelnde Qualifikation als Hemmnis

Trotz der guten Prognosen und der sich abzeichnenden Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt es laut Karin Kayser eine große Herausforderung Arbeitslose mit fehlenden Qualifikationen oder aus Ausländer mit geringen deutschen Sprachkenntnissen in Arbeit zu bringen. Der Anteil der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer ist im Februar um 26 auf insgesamt 1142 zurückgegangen. Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es demgegenüber noch 1085 arbeitslose Ausländer. Der Anstieg ist laut Kayser auf die wachsende Zahl Arbeitsloser aus verschiedenen Ländern Osteuropas sowie als arbeitslos registrierter Flüchtlinge aus Ländern des Nahen Osten zurückzuführen. Aktuell sind nach Angaben von Claudia Zimmermann, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, 174 Menschen aus Syrien sowie 76 aus dem Irak in Delmenhorst arbeitslos gemeldet. Nicht erfasst sei jedoch, ob es sich bei diesem Personenkreis ausschließlich um Flüchtlinge handele.

Deutlich mehr offene Stellen gemeldet

Für das Jobcenter konnte dessen Geschäftsführer Frank Münkewarf einen guten Start ins Jahr 2016 vermelden. Seinen Angaben zufolge haben sich sowohl der Zugang neuer Arbeitsloser als auch der Bestand weiter verringert. Ende Februar waren 3409 Männer und Frauen ohne Job gemeldet, im Vormonat waren es noch 3483. Die Arbeitslosenquote im Jobcenter sank im vergangenen Monat um 0,2 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent. Insbesondere haben sich laut Münkewarf die Rückgänge bei den arbeitslosen Frauen sowie bei den Langzeitarbeitslosen bemerkbar gemacht. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften habe sich demgegenüber mit 5269 auf hohem Niveau nahezu stabilisiert. Gleiches gelte es für die Zahl der aktuell insgesamt 10.752 Leistungsempfänger.

Mit Blick auf die im Bezirk gemeldeten freien Arbeitsplätze konnte Regina Stumpe, Teamleiterin Arbeitgeber-Service, auf einen Zugang von 220 verweisen. Somit erhöhte sich der Bestand zum Ende Februar auf insgesamt 558 offene Stellen. Den größten Bedarf an Mitarbeitern gibt es nach wie vor in den Bereichen Produktion und Fertigung, gefolgt von Jobs in den Bereichen Soziales und Gesundheit und hier insbesondere in der stationären und ambulanten Pflege.